Solidaritätserklärung

Aus Solidarität mit der "Sozialistischen Jugend Deutschlands - die Falken" beteiligt sich die DKP - Köln an der Weiterverbreitung folgender Erklärung.

Erklärung

Anlässlich der Angriffe rechtsradikaler Terroristentrupps auf Jugendeinrichtungen der Sozialistischen Jugend Deutschlands - die Falken, haben ehemalige Verbandsmitglieder (überwiegend aus dem Kölner Raum kommend) folgende Erklärung verfasst. Wir bitten um Veröffentlichung und Weiterverbreitung !
Vielen Dank Horst Hilse

Sie morden und brennen - bis wir sie stoppen werden

In der Nacht vom 26. Auf den 27. Juni wurde in Berlin u.a. auch das Heim der Sozialistischen Jugend Deutschlands - die Falken von braunen Terroristen vollständig niedergebrannt.

Wir erinnern:
Seit der deutschen Wiedervereinigung wittern faschistische Terroristen Morgenluft und überziehen dieses Land mit Mord und Brandserien. Mittlerweile mussten über 200 Mitbürger  ihr Leben lassen und viele 100te haben ihre Gesundheit verloren. Die offiziell geführten Statistiken geben das ganze Ausmass rechter Gewalt nur unvollkommen wieder, da man Angst um die Reputation dieses Landes hat.

Die offizielle Politik mit
- ihrer Asylrechtliquidation,
- ihrem Lauschangriff,
- ihrem Abbau demokratischer Rechte,
- ihren Kriegseinsätzen und
- ihrem Hartz-Regime ist jahrzehntelang immer weiter nach rechts gerückt und hat damit die Hoffnungen   des sich formierenden Faschismus stark beflügelt.

Ein Bayerischer Ministerpräsident durfte ohne jeden Schaden für seine Karriere davor warnen, dass die Gesellschaft „durchrasst und durchmischt" wird. Nach dem Willen des ehemaligen Bundeskanzler Kohl sollte sogar ein Bundespräsident gewählt werden, der als sächsischer Justizminister gegen eine „Überfremdung der Deutschen durch Ausländer" Front machte.

Wir meinen:
Damit lieferten Vertreter der etablierten Parteien die Stichworte für die braunen Hassprediger von der NPD. Diesen erlaubt man noch immer, legal aufzutreten. Mehr noch: Im inhaltsleeren formalisierten Rechtsverständnis  staatsnaher BRD-Parteien werden sie mit Antifaschisten auf eine gleiche Stufe gestellt.

Wir fragen:
Wie lange will die etablierte Politik dem faschistischen Mob noch freie Hand lassen?Gemeinsam waren  wir in einer  Sozialistischen Jugendorganisation aktiv, die ihr Verhältnis zur SPD als das einer „kritischen Solidarität" definierte.  Umso entsetzter konstatieren wir, dass der biologistische Rassismus eines ehemaligen Bankers heute in der SPD geduldet wird... wie lange noch?

Wir wissen:
Rassische, religiöse, sexistische Abwertungen  dienten immer dazu, brüchig gewordene Herrschaft zu stabilisieren. Das ist heute auch nicht anders. Jede minimale Humanisierung in Deutschland  musste von der Arbeiterbewegung schwer erkämpft werden und ist bedroht, solange es Ausbeutung gibt.

Wir warnen:
Wer dem sich formierenden Faschismus nicht jeden Widerstand entgegensetzt, gefährdet das friedliche Zusammenleben der Menschen aufs schwerste und betätigt sich als Brandstifter für Pogrome und Kriege.Faschismus und Rassismus gehören nicht zum demokratischen Meinungsspektrum und ihre praktische Betätigung ist ein Anschlag auf  die gesamte Errungenschaft europäischer  Zivilisation. Gelebter Verfassungsschutz muss sich heute dem braunen Terrorismus entgegenzustellen!
Wir fordern ein Verbot jedweder faschistischen Betätigung und eine aktive Auseinandersetzung mit dem sich etablierenden Rassismus!

Als ehemalige Mitglieder der SJD die Falken in Köln und darüberhinaus rufen wir dazu auf, dem  faschistischen Terror  mit aller Macht entgegenzutreten, um ihm ein Ende zu bereiten!

A. Wirges, D.  Kellerhoff, D. Backhaus, E.  Fesser, G. Fiethe, H.  Hilse, H.-P.  Keul, H.  Freitag, H. Wendler, J.  Helmke, P.   Strehl, N.  Blumenhofen, M. Worbs, O. Wendler, R. Bender, R. Ley, P. Kuhlmann, P. Ley, U. Krach, W. Ley, M. Taugs – Blumenhofen