Tau­send Poli­zis­ten schüt­zen 30 Faschisten

Am 31. Juli war eine Zusam­men­rot­tung von voll­trun­ke­nen und gewalt­tä­ti­gen Pro-NRW Anhän­gern in der Köl­ner Innen­stadt durch die Poli­zei auf­ge­löst wor­den. Dar­über hat­ten sich die Neo­na­zis empört und für den 4. Sep­tem­ber unter dem Motto „Arti­kel 8 Grund­ge­setz schüt­zen – staat­lich ver­ord­nete Poli­zei­will­kür stop­pen!“ zu einer Groß­de­mons­tra­tion mobi­li­siert.
Das Bünd­nis „Köln gegen Rechts“ rief zu einer Gegen­de­mons­tra­tion auf. Es erin­nert daran, dass deutsch­land­weit im letz­ten hal­ben Jahr 6500 rechte Straf­ta­ten regis­triert wur­den. Ein Drit­tel davon in NRW. Über 400 Men­schen wur­den Opfer rech­ter Gewalt und zum Teil erheb­lich ver­letzt. Und das seien nur die offi­zi­el­len Zah­len. „Die hier als Migran­tIn­nen oder schutz­su­chende Flücht­linge Leben­den sind täg­lich poten­ti­elle Opfer neo­na­zis­ti­scher Täte­rIn­nen. Allein bis Anfang August 2016 wur­den 665 Straf­ta­ten gegen Asyl­un­ter­künfte ver­zeich­net, das ist eine Ver­drei­fa­chung gegen­über den Zah­len aus 2015.“
Über diese rechte Gewalt werde zwar berich­tet, aber ohne die poli­ti­sche Kon­se­quenz, diese Gewalt als Ter­ror zu bezeich­nen und ihr in ange­mes­se­ner Weise zu begeg­nen.
Dem Auf­ruf von „Köln gegen rechts“ folg­ten etwa 200 Teil­neh­mer, die sorg­fäl­tig mit­tels Drän­gel­git­tern und 1000 Poli­zis­ten – auch Jür­gen Mathies, der Poli­zei­prä­si­dent, opferte sei­nen Sonn­tag – auf Abstand gehal­ten wur­den. Nur so war es den 30 Neo­na­zis mög­lich, durch die Innen­stadt zu marschieren.