Demons­tra­tion am 17. Januar: Manos fuera de Ven­zuela! Hände weg von Vene­zuela! Hands off Venezuela!

Sams­tag 17.01.2026

15 Uhr Zül­pi­cher Platz, Köln
Kund­ge­bung mit Demonstrationszug

Die DKP Köln begrüßt und unter­stützt die Demons­tra­tion zur Soli­da­ri­tät mit der vene­zo­la­ni­schen Bevöl­ke­rung. Die Angriffe des US-Impe­ria­lis­mus auf Vene­zuela, bedro­hen aber auch direkt den sozia­lis­ti­schen Staat Kuba, Vene­zue­las Nach­bar Kolum­bien und Grönland.

Wir rufen dazu auf, sich an der Demons­tra­tion zu beteiligen.

Wir doku­men­tie­ren im fol­gen­den den Aufruf:

Ges­tern Vene­zuela, mor­gen Kolum­bien und über­mor­gen Grön­land?! Da machen wir nicht mit! Wir for­dern die Bun­des­re­gie­rung auf, sich klar gegen den völ­ker­rechts­wid­ri­gen mili­tä­ri­schen Angriff der USA auf Vene­zuela zu posi­tio­nie­ren. Wir demons­trie­ren gegen den US-Impe­ria­lis­mus und gegen das Weg­schauen der Bun­des­re­gie­rung ange­sichts ekla­tan­ter Ver­stöße gegen das UN-Gewalt­ver­bot. Die UN-Charta ver­bie­tet die Andro­hung und den Ein­satz von Gewalt in den Bezie­hun­gen zwi­schen Staa­ten. Unab­hän­gig davon, wie man den ven­zola­ni­schen Prä­si­den­ten Maduro und seine Poli­tik bewer­tet, ist seine Ver­schlep­pung ein gro­ber Ver­stoß gegen inter­na­tio­na­les Recht gegen die Men­schen­rechte. Die USA betrei­ben eine zivi­li­sa­ti­ons­ferne Poli­tik der Desta­bi­li­sie­rung und Kolo­ni­sie­rung gegen­über ihnen nicht geneh­men Staa­ten. Neu­este Belege hier­für sind die von US-Prä­si­dent Trump ange­drohte Ent­mach­tung des gewähl­ten kolum­bia­ni­schen Prä­si­den­ten Gustavo Petro sowie die US-ame­ri­ka­ni­schen Ansprü­che auf eine Anne­xion Grönlands.

Der US-Impe­ra­lis­mus ver­letzt das Selbst­be­stim­mungs­recht der Völ­ker und ver­roht die inter­na­tio­nale Poli­tik. Deutsch­lands Nicht­an­er­ken­nung des fak­ti­schen vene­zo­la­ni­schen Staats­ober­haupts Nicolás Maduro nach sei­ner Wie­der­wahl im Jahr 2025 ist eben­falls ein unzu­läs­si­ger Ein­griff von außen in die inne­ren Ange­le­gen­hei­ten eines sou­ve­rä­nen Staa­tes. Die zuläs­sige (und not­wen­dige) Kri­tik an Unre­gel­mä­ßig­kei­ten bei der vene­zo­la­ni­schen Prä­si­dent­schafts­wahl recht­fer­ti­gen kei­nen Völ­ker­rechts­bruch, von nie­man­dem. Die deut­sche Bun­des­re­gie­rung han­delte bereits 2019 klar völ­ker­rechts­wid­rig, als sie den Put­schis­ten Guaidó als Prä­si­dent Vene­zue­las aner­kannte, bevor sich die Regie­rung Maduro wie­der sta­bi­li­sierte. Auch der wis­sen­schaft­li­che Dienst des Bun­des­ta­ges kri­ti­sierte damals den Völ­ker­rechts­bruch und stelle klar, dass Regie­run­gen grund­sätz­lich nur andere Staa­ten aner­ken­nen, nicht aber deren jewei­lige Regierung.

Spä­tes­tens seit dem israe­li­schen Geno­zid an den Men­schen Paläs­ti­nas ist der Mythos der „west­li­chen Wer­te­ge­mein­schaft“ klar ent­zau­bert. Der ita­lie­ni­sche Jour­na­list Tho­mas Fazi spricht von einer «Nor­ma­li­sie­rung der Bar­be­rei». Auch der ehem. ecua­do­ria­ni­sche Prä­si­dent Rafael Cor­rea sieht im Inter­view mit Tele­Sur eine anbre­chende «Epo­che der Bar­ba­rei», in der natio­nale Sou­ve­rä­ni­tät nicht mehr respek­tiert wird. Wir wol­len eine fried­li­che, mul­ti­po­lare Welt­ord­nung und for­dern die Bun­des­re­gie­rung auf, sich der neuen Rea­li­tät einer nie­der­ge­hen­den US-Hege­mo­nie zu stel­len. Die poli­ti­schen Eli­ten Euro­pas müs­sen sich aus ihrem geis­ti­gen Vasal­len­tum gegen­über den USA lösen. Es braucht end­lich wie­der Ver­nunft, Diplo­ma­tie und kon­se­quen­ten Gewalt­ver­zicht in der inter­na­tio­na­len Politik.

Wir tref­fen uns in Köln am Sams­tag, 17.1.26 um 15 Uhr auf dem Zül­pi­cher Platz zur Auf­takt­kund­ge­bung. Mit einem star­ken Demons­tra­ti­ons­zug durch die Stadt set­zen wir ein Zei­chen für Frie­den, Sou­ve­rä­ni­tät und Völ­ker­recht. Bringt gerne Frie­dens­fah­nen und inhalt­li­che Ban­ner oder Schil­der mit. Die Stre­cke der ver­läuft zum Groß­teil an der Zül­pi­cher Straße und endet um ca. 17 Uhr am Köl­ner Süd­bahn­hof. Lasst uns ver­eint und fried­lich demons­trie­ren und Soli­da­ri­tät zei­gen mit allen von Krieg, Neo-Kolo­nia­lis­mus und Unter­drü­ckung bedroh­ten Men­schen. Denn das ver­einte Volk kann nie­mals besiegt wer­den, auf Spa­nisch: El pue­blo unido jamás será ven­cido! Bitte ver­brei­tet unse­ren Auf­ruf oder unter­stützt die Demo gerne mit einem eige­nen Aufruf.

JSW NRW, SDAJ, Frie­dens­bünd­nis NRW, Frie­dens­fo­rum Düsseldorf