• 3. März 1933 – Nazi­über­fall auf die Elsaßstraße

    Gedenk­ver­an­stal­tung zum 90. Jah­res­tag des Naziterrors Sicht­li­che Empö­rung. Der Mann schreit, die Frau holt aus. Müll­tüte, Nudel­holz, Hocker, Kak­tus fal­len auf einen behelm­ten Nazi.Das ist auf der Wand des Hoch­bun­kers zu sehen, Elsaß­str. 42–46.Der Aache­ner Wand­ma­ler Klaus Paier (1945 – 2009) hatte die Szene 1983 gemalt. 1990 musste das Bild wie­der­her­ge­stellt wer­den. Die Stadt hatte es über­strei­chen lassen. Am 3. März 1933, vor 90 Jah­ren, waren uni­for­mierte Nazi­schlä­ger in die Elsaß­straße ein­ge­drun­gen. Die Anwoh­ner wehr­ten sich. Wenig spä­ter stürmte Poli­zei mit Maschi­nen­ge­weh­ren und gepan­zer­ten Fahr­zeu­gen die Häu­ser. Sie nahm 70 Män­ner und Frauen mit. Nicht alle über­leb­ten das Nazi­re­gime. Eine

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  • Hun­ger 2023

    Die größte Zunahme der welt­wei­ten Ungleich­heit seit dem Zwei­ten Weltkrieg Aus­schnitt aus einem Zei­tungs­be­richt mit Zeich­nun­gen des indi­schen Kom­mu­nis­ten Chit­ta­pro­sad (1915−1978) über die Hun­ger­ka­ta­stro­phe 1943/1944 in Ben­ga­len. Beschlag­nahmt von der bri­ti­schen Kolo­ni­al­ver­wal­tung. Expo­nat auf der Docu­menta im Som­mer 2017. Im Herbst 1942 hatte es wet­ter­be­dingt Ern­te­aus­fälle gege­ben. Der Reis­preis stieg. Die Regie­rung Ben­ga­lens legte eine Ober­grenze des Reis­prei­ses fest. Dar­auf hor­te­ten die Händ­ler den Reis. Ein Schwarz­markt ent­stand. Die Menge von Nah­rungs­mit­teln war aber nicht gemin­dert. Es stieg der export­ori­en­tierte Anbau.Amar­tya Sen, Wirt­schafts­no­bel­preis­trä­ger 1998, war 9 Jahre alt und Zeuge der Hun­gers­not, aber als Kind rei­cher Eltern selbst nicht betrof­fen.

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  • Ampel plant «von Anfang an rechts­wid­rige» Neu­auf­lage der Berufsverbote

    «Der Nach­weis einer ver­fas­sungs­feind­li­chen Betä­ti­gung ist nicht erforderlich» Ganz in der Nähe des Bür­ger­zen­trums Alten­ber­ger Hof, in der Mer­hei­mer Straße 292 in Nip­pes, fin­det sich ein Eta­blis­se­ment namens Stu­dio Tra­fi­que. Hier wird Thea­ter gemacht. Unmit­tel­bar vor Sil­ves­ter gab es an zwei Aben­den eine mul­ti­me­diale Lesung. Titel: Die Ver­ges­se­nen. Die Lesung (Kon­zep­tion: Gere­mia Car­rara, Janosch Rol­off) erin­nerte an die Berufsverbote. Betrof­fene waren ein­ge­la­den. Die Ver­an­stal­tung begeis­terte uns. Sie ging von kon­kre­ten Fäl­len aus, nament­lich aus Köln der der Leh­re­rin Ange­lika Lehn­dorff-Felsko, aber auf die Bühne kamen auch Eisen­bah­ner und andere ruch­bar gewor­dene Fälle. Davon gab es genug. Vor allem zeich­nete die

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  • Ausch­witz Gedenk­tag – Gleich­schal­tung am Bei­spiel der Medien

    Gedenk­stunde in der Antoniterkirche Fake News, Des­in­for­ma­tion, Unter­drü­ckung und Zen­sur von Fak­ten sowie Hetz­nach­rich­ten sind ein Mit­tel, poli­ti­sche Macht­in­ter­es­sen zu unter­stüt­zen und die Demo­kra­tie zu untergraben. Die Regeln für die poli­ti­sche Pro­pa­ganda der NSDAP wer­den in Deutsch­land schon früh in «Mein Kampf» festgelegt. Nach der Wahl am 5. März 1933, bei der die NSDAP 43,9% der Stim­men im Reichs­tag gewinnt, prägt die «Gleich­schal­tung» der Mas­sen­me­dien die poli­ti­sche Öffent­lich­keit, die Gesell­schaft, die Kul­tur samt Spra­che bis in die Wort­wahl hinein. Auf­ruf zum Gedenk­tag 27. Januar, für den 26.01.22 mit dem Thema «Gleich­schal­tung» wei­tere Links: Anto­ni­ter­kir­che Zen­trale Gedenk­feier für die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus

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  • «De Rude Pooz» Über­füllte Kinderkliniken

    Faksimile: De Rude Pooz, Kopf.

    Unter­fi­nan­zierte Kli­ni­ken durch Per­so­nal­man­gel enorm geschwächt Kaputt­spa­ren der sta­tio­nä­ren wie ambu­lan­ten Ver­sor­gung bei Pflege des Medi­zin­tou­ris­mus geht auf Kos­ten (nicht nur) der Kinder Hartz IV mit neuem Eti­kett. Für die staat­li­che Lohn­sub­ven­tio­nie­rung geht es wei­ter­hin um den Erhalt und Aus­bau des Niedriglohnsektors. Fuß­ball … es «lan­dete eine ge­de­mütigte Fuß­ball-Élite in der Hei­mat hart auf dem Boden der Tatsachen». So mal eben. Demo­kra­tie­ab­bau mit­tels Erwei­te­rung des Straf­tat­be­stan­des der «Volks­ver­het­zung» unter Zuhil­fe­nahme staat­li­cher Geschichts-fest-schreibung. COVID 19 – Die Erfolgs­bi­lanz sozia­lis­ti­scher gegen­über kapi­ta­lis­ti­scher Wirtschaftspolitik. Die Ensete. Wird der Baum zur Reduk­tion der Abhän­gig­keit von west­li­chen Hilfs­lie­fe­run­gen zum Baum der Erkenntnis? wir freuen uns

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  • Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tun­gen in der Pflege

    Mit­mach­falle Betriebsrat? Einige Anmer­kun­gen zur Situa­tion und Pra­xis von Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tun­gen (1) in der Pflege bei der Cari­tas und Dia­ko­nie (nicht nur?!) in Köln. Wenn auf von der Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tung (MAV) initi­ier­ten Betriebs­ver­samm­lun­gen eines gro­ßen Anbie­ters von Pflege in Köln aus dem kirch­li­chen Bereich nur eine hand­voll Kolleg:innen da sind und wenn man sel­ber als Beschäf­tigte in Alten­hei­men in Köln oder in der ambu­lan­ten Pflege die MAV prak­tisch kaum wahr­nimmt – dann gibt es für mich Gesprächs­be­darf über die Rea­li­tät und Pra­xis der Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tun­gen im kirch­lich- pfle­ge­ri­schen Bereich in Köln. Auch andere Kolleg:innen haben Fra­gen an die MAVs. Und die Kolleg:innen?Die Kolleg:innen sel­ber wür­den, wenn

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  • Vor allem die Ener­gie­kon­zerne trei­ben die Preise

    Jah­res­haupt­ver­samm­lung der WG Innen­stadt dis­ku­tiert die Gegenwehr  Jah­res­haupt­ver­samm­lung 28. Novem­ber 2022 Bericht des Grup­pen­vor­stands DKP Köln Innenstadt Auch wir wur­den vom Ein­marsch Russ­lands in die Ukraine über­rascht. Aber er kam nicht aus hei­te­rem Him­mel. Nach den NATO-Manö­vern nah an der rus­si­schen Grenze erschien uns die hie­sige Auf­re­gung über rus­si­sche Trup­pen­auf­mär­sche heuch­le­risch. Das mediale Geschrei über Kriegs­vor­be­rei­tun­gen jen­seits der ukrai­ni­schen Grenze, oft hun­derte Kilo­me­ter davon ent­fernt, taten wir als Kriegs­hys­te­rie ab. Tat­säch­lich wäre bis zuletzt der Krieg ver­meid­bar gewesen. Die Sicher­heits­in­ter­es­sen Russ­lands wur­den vom Wes­ten arro­gant über­gan­gen. Fort­ge­setz­tes Säbel­ras­seln der NATO an der Grenze Russ­lands, Auf­rüs­tung der Ukraine und Auf­nah­me­be­stre­bun­gen des Lan­des in

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