Johann Matt­le­ner

Köl­ner KPD-Stadt­rat, im Kampf gegen das Na­zi­re­gime gefallen

Neben dem Sitzungs­saal im »Spa­ni­schen Bau« des Rat­hau­ses erin­nert eine Ge­denk­ta­fel an elf Köl­ner Stadt­ver­ord­ne­te, die wäh­rend des Na­zi­ter­rors 1933–1945 um­ge­kom­men sind. Fünf von ihnen wa­ren kom­mu­nis­ti­sche Ab­ge­ord­ne­te der KPD

 

Der Leh­rer Johann Matt­le­ner war u.a Lei­ter der KPD-Agi­t­­prop­­trup­pe »Blaue Blu­sen« und enga­gier­te sich zudem in der Köl­ner Freidenkerbewegung.

Nach der Macht­über­nah­me der Fa­schis­ten wur­de der be­kann­te Kom­mu­nist aus dem Schul­dienst »ent­las­sen«. Er nahm aktiv am an­ti­fa­schis­ti­schen Wi­der­stand teil, wurde mehr­fach ver­haf­tet, u.a. im Klin­gel­pütz und ab 1941 im KZ Sachsen­hau­sen ein­ge­ker­kert. Dort ist er wahr­schein­lich bei einem Bom­ben­an­griff ums Leben ge­kom­men. Im Köln-See­­berg ist ein Weg nach ihm benannt.