BIR­LIKTE und Kon­rad Adam (AfD) pas­sen nicht zusammen

Wer ist Kon­rad Adam?

Zusammenstehen gegen RassismusKon­rad Adam stellt das Wahl­recht von Arbeits-losen und Rent­nern in Frage: „Vor die­sem Hin­ter-grund klingt die Anre­gung, den Inak­ti­ven und Ver­sor­gungs­emp­fän­gern das Wahl­recht abzuer-ken­nen, pro­vo­ka­ti­ver, als sie tat­säch­lich ist. Die Fähig­keit, sich selbst und den Sei­nen den Lebens-unter­halt zu ver­die­nen, galt in der Theo­rie der euro­päi­schen Ver­fas­sungs­be­we­gung als eine selbst­ver­ständ­li­che Vor­aus­set­zung für die Gewäh­rung des Wahl­rechts. Nicht ‚Frei­heit, Gleich-heit, Brü­der­lich­keit’ hieß die Parole in den Ver-fas­sungs­tex­ten, die wäh­rend der fran­zö­si­schen Revo­lu­tion in kur­zem Abstand auf­ein­an­der folg­ten, son­dern ‚Frei­heit, Gleich­heit, Eigen­tum und Sicher­heit’. Der Grund ist klar: Nur der Besitz schien eine Garan­tie dafür zu bie­ten, dass man vom Wahl­recht ver­ant­wort­lich Gebrauch machte.“ (WELT, 16. Okto­ber 2006)

Pro­pa­ganda für Lohn­sen­kung und Hartz IV: „Die Kern­auf­gabe bei der Schaf­fung eines Nied­rig-lohn­sek­tors liegt darin, dass neue Stel­len geschaf­fen wer­den, und dies setzt eine Reform der Sozi­al­hilfe vor­aus, die die Anspruchs­löhne und mit ihnen die tat­säch­li­chen Löhne senkt“. (WELT, 5. März 2003)

Auch die Demo­gra­fie nutzt Kon­rad Adam für sozi­al­po­li­ti­sche Dem­ago­gie: Er will den Kin­der­lo­sen das Wahl­recht abspre­chen und plä­diert für ein Fami­li­en­wahl­recht, weil die Kin­der­lo­sen an der Macht seien. (WELT 11. Juli 2005).

Diese bizarre Figur hat Bir­likte ein­ge­la­den. Unter dem Motto Zusam­men Reden bekommt der AfD-Poli­ti­ker Kon­rad Adam eine Bühne für The­sen, die sich gegen die Demo­kra­tie rich­ten. Der­ar­tige Plau­de­reien för­dern ein güns­ti­ges Klima für „rechts­extre­mes Gedan­ken­gut und Rechts­popu-lis­mus“. In der Tat bil­det rechts­extre­mes Gedan­ken­gut den Hin­ter­grund für den Nagel-bom­ben­an­schlag, den faschis­ti­schen Ter­ror des NSU und ras­sis­ti­sche Über­griffe, die Bir­likte an ande­rer Stelle beklagt.
Aber viel­leicht ist es kein Zufall, dass Bir­likte auf den Auf­tritt von Kon­rad Adam beharrt. Es dürfte auf der Linie von Ran­dom House lie­gen, Teil des Medi­en­kon­zerns Bertelsmann.

DKP Köln
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