Stadt Köln droht Kalle Gerigk

Kalle muss bleiben.

Express und Stadt­an­zei­ger war zu ent­neh­men, dass Kalle Gerigk wegen sei­nes Enga­ge­ments für bezahl­bare Mie­ten und öffent­li­chen Woh­nungs­bau von sei­nem Arbeit­ge­ber bedroht wird. Amts­lei­ter Josef Lud­wig habe beim Per­so­nal­amt der Stadt um die Ver­set­zung Gerigks, der als Par­tei­lo­ser zum Land­tag für die Links­par­tei kan­di­dierte, gebe­ten. Das Ver­trau­ens­ver­hält­nis sei gestört. „Lud­wig bit­tet um die Prü­fung von recht­li­chen Schrit­ten und ‹um ander­wär­tige Ver­wen­dung›, wie es in einem inter­nen Schrei­ben heißt. Das ‹öffent­li­che Ver­hal­ten› sei für einen Mit­ar­bei­ter des Woh­nungs­am­tes ’nicht trag­bar, so Lud­wig wei­ter.“ (KStA 12.5.17) Unter ande­rem wer­den Zei­tungs­ar­ti­kel über ihn gesammelt.

Wir pro­tes­tie­ren scharf gegen der­ar­tige Über­griffe. In Köln sind Woh­nun­gen rar, die Pro­fite von Immo­bi­li­en­haien und Grund­stück­spe­ku­lan­ten fal­len ent­spre­chend üppig aus. Die Mie­ten explo­die­ren. Wer nicht zah­len kann, muss mit der Kün­di­gung und am Ende mit Zwangs­räu­mung rech­nen. Vor drei Jah­ren ist Kalle selbst zwangs­ge­räumt wor­den. Als Kon­se­quenz setzt er sich für güns­ti­gen Wohn­raum ein und enga­giert sich für Mie­ter. Soll er jetzt wegen sei­ner poli­ti­schen Hal­tung sei­nen Arbeits­platz räu­men? Statt die Zustände auf dem Woh­nungs­markt zu ändern, greift die Stadt­ver­wal­tung die Kri­ti­ker einer Poli­tik an, für die der Woh­nungs­man­gel ein gutes Geschäft ist. Wir erwar­ten von der Stadt­ver­wal­tung, dass die Maß­nah­men gegen Kalle Gerigk been­det wer­den! Alle für Kalle!

Alle für Kalle!

DKP Köln, 16.05.2017