Ste­ger­wald­sied­lung: Mie­ter­pro­test gegen Vertreibung

Die Ste­ger­wald­sied­lung in Mül­heim gehört der DEWOG. Diese Woh­nungs­ge­sell­schaft wurde 1950 durch die christ­li­che Not­hilfe und den Deut­schen Cari­tas­ver­band Frei­burg unter Feder­füh­rung von Prä­lat Dr. Alois Ste­ger­wald gegrün­det. Sie gehört zu 100% der Aache­ner Sied­lungs- und Woh­nungs­ge­sell­schaft mbH. Auch die ist katho­lisch. Bei Beschwer­den sollte man sich wohl gleich ans Köl­ner Erz­bis­tum wenden.

Einige Mie­te­rin­nen und Akti­vis­ten, unter ihnen Ros­wi­tha Mül­ler, haben sol­che. Sie tra­gen sie heute aber auf dem Alter­markt öffent­lich vor. Sie for­dern, dass die DEWOG die Mie­ten nicht erhöht. Denn der der­zei­tige Umbau mit der Folge von Miet­erhö­hun­gen ver­treibe sie.
Gele­gen­heit für den Pro­test bot die gleich­zei­tige Smart­Ci­ty­Co­lo­gne-Kon­fe­renz im his­to­ri­schen Rat­haus. Hier wurde für „grow smar­ter“ gewor­ben, ein Pro­jekt, das die EU-Kom­mis­sion mit ins­ge­samt 25 Mil­lio­nen Euro för­dert. Zweck: „beson­ders im urba­nen Raum die Luft­qua­li­tät zu ver­bes­sern, die Fein­staub­be­las­tung und den Ener­gie­ver­brauch zu sen­ken sowie einen Bei­trag zu einer nach­hal­ti­gen Mobi­li­tät zu leis­ten.“ Aus den Rede­bei­trä­gen der Betrof­fe­nen geht indes her­vor, dass es mit dem Umwelt­schutz eher hapert. Dage­gen die­nen die Maß­nah­men sehr wirk­sam als Vor­wand für Miet­erhö­hun­gen und die Ver­trei­bung von Mie­tern, die sich diese Erhö­hun­gen nicht mehr leis­ten können.