Wir haben gewählt, nun lasst uns den Putsch stoppen!

Stel­lung­nahme der Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei der USA

11. Novem­ber 2020 | Die Freude und Erleich­te­rung, die sich am ver­gan­ge­nen Sams­tag in Stra­ßen­fei­ern im gan­zen Land Bahn brach, wider­spie­gelt die enorme Bewe­gung von Mil­lio­nen Tele­fon­an­ru­fen, Post­kar­ten, Tex­ten und Tür-zu-Tür-Aktio­nen für «Dump Trump» und «Stimme gegen den Faschis­mus» mit all dem Ras­sis­mus, Hass und der Spal­tung, die er ver­kör­pert. Das war in der Tat die wich­tigste Wahl unse­res Lebens.

Banner: Hammer, Sichel, Zahnkranz «Communist Party USA. People and Planet Before Profits.»

Aus­sa­gen wie «Wir haben es geschafft!» zei­gen eine Beur­tei­lung der Stimm­ab­gabe als eine kol­lek­tive Aktion. Das enorme Aus­maß des­sen, was Ver­ei­ni­gun­gen, Gewerk­schaf­ten und Volks­or­ga­ni­sa­tio­nen ein­schließ­lich unse­rer Par­tei und ande­rer lin­ker Kräfte geleis­tet haben, muss aner­kannt wer­den. Das war ein ech­ter Sieg des gan­zen Volkes.

Die an den Tag gelegte aus­ge­zeich­nete Orga­ni­siert­heit stellt ein Poten­zial dar, um beim wei­te­ren Vor­wärts­ge­hen die Kämpfe für die Bedürf­nisse der Men­schen auf eine neue und höhere Stufe zu heben.

Die füh­rende Rolle schwar­zer Frauen ist anzu­er­ken­nen. Auch die Mobi­li­sie­rungs­fä­hig­keit von Gewerk­schaf­ten im gan­zen Land war her­vor­ste­chend. Sie waren «all in» und orga­ni­sier­ten ihre Mit­glie­der, zusam­men mit vie­len arbeits­lo­sen Arbei­te­rin­nen und Arbei­tern infolge der Pan­de­mie. Lati­nos, ame­ri­ka­ni­sche Urein­woh­ner und Jung­wäh­ler und ihre Orga­ni­sa­tio­nen leis­te­ten einen mäch­ti­gen Bei­trag, was alles zusam­men den Aus­schlag gab.

Das Biden/Har­ris-Team erhielt rund 77 Mil­lio­nen Stim­men, eine his­to­ri­sche Zahl. Da Trump 72 Mil­lio­nen bekam, gibt es eine Dif­fe­renz von über 5 Mil­lio­nen bei den bis­her aus­ge­zähl­ten Stim­men, die größte in der jün­ge­ren Geschichte. Irren Sie sich nicht: Demo­kra­tie und eine volks­ori­en­tierte Agenda haben ein Mandat.

Ange­sichts der Enge des Ren­nens für den Kon­gress und die gesetz­ge­ben­den Gre­mien der Bun­des­staa­ten, ein­schließ­lich eini­ger Ver­luste, hatte die KP USA ein­deu­tig eine rich­tige Ori­en­tie­rung auf die Not­wen­dig­keit einer mas­sen­haf­ten Betei­li­gung an der Wahl.

Trumps anhal­tende Behaup­tung, dass er der Gewin­ner sei, und seine Anfech­tung der Ergeb­nisse mit Gerichts­ver­fah­ren und Nach­zäh­lun­gen sind extrem gefähr­lich. Dies zielt nicht nur dar­auf ab, den Pro­zess zu ver­lang­sa­men, son­dern auch die Ergeb­nisse mög­li­cher­weise zu kip­pen. Die faschis­ti­sche Gefahr ist zwar zurück­ge­drängt, aber nicht vor­bei. In die­ser Hin­sicht hat es zwar einen demo­kra­ti­schen Durch­bruch gege­ben, aber das Land hat noch kei­nen Wen­de­punkt erreicht. Obwohl sie von viele Sei­ten auf mas­sive Abwehr stößt, darf die Gefahr nicht unter­schätzt werden.

Die vorab begon­nene Vor­be­rei­tung von Kund­ge­bun­gen der Koali­tion «Schützt die Ergeb­nisse» trug dazu bei, eine Hal­tung der Geduld zu ent­wi­ckeln, bis jede Stimme gezählt wurde. Sie trug dazu bei, Trumps Ver­such zu stop­pen, die Aus­zäh­lung früh abge­ge­be­ner Stim­men in Phil­adel­phia und ande­ren Städ­ten mit einer Mehr­heit von schwar­zer und Latino-Bevöl­ke­rung zu unterbinden.

Die hohe Stim­men­zahl, die Trump erhielt, zeigt den enor­men Auf­wand an Arbeit, der nötig ist, um die Gefühle wei­ßer Über­le­gen­heit und des Ras­sis­mus, Frau­en­feind­lich­keit, Roten-Jagd und die anti­de­mo­kra­ti­sche Agenda anzugehen.

Andau­ernde Wach­sam­keit muss auf­recht­erhal­ten wer­den. Ebenso muss Ein­heit bewahrt wer­den. In die­ser Hin­sicht hel­fen Roten-Jagd und Ver­brei­tung von Ver­leum­dun­gen über die Black-Lives-Mat­ter-Bewe­gung, aus wel­cher Ecke sie auch kom­men mögen, nur den Republikanern.

Es besteht die Not­wen­dig­keit anhal­ten­der öffent­li­cher Mei­nungs­be­kun­dun­gen für den Schutz der Wahl wäh­rend des Pro­zes­ses der For­mie­rung des Wahl­leute-Kol­le­gi­ums und bis zur Amts­ein­füh­rung, beson­ders in den von den Repu­bli­ka­nern kon­trol­lier­ten Bundesstaaten.

Wäh­rend Mitch McCon­nell (Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Repu­bli­ka­ner im Senat, Übers.) und einige Kon­zern­in­ter­es­sen zu Trump ste­hen, ist bemer­kens­wert, dass einige Repu­bli­ka­ner und Teile des Kapi­tals mit Trumps Ver­su­chen, die Wahl zu steh­len, nicht ein­ver­stan­den sind.

Fort­ge­setz­ter Druck, beson­ders von unse­rer mul­t­iras­si­schen Arbei­ter­klasse, ist not­wen­dig, um Trumps Ver­such eines Staats­streichs wei­ter zu isolieren.

https://www.cpusa.org/, ver­öf­fent­licht online in «People’s World», eigene Arbeitsübersetzung