Die DKP Köln erklärt zu Palästina

 Frei­heit und Selbst­be­stim­mung für Palästina!

Im Mai 2024 fasste die DKP Kreis­or­ga­ni­sa­tion Köln den fol­gen­den Beschluss:

Die UNO-Voll­ver­samm­lung hat am 27. Okto­ber 2023 jeg­li­che Gewalt gegen israe­li­sche und  paläs­ti­nen­si­sche Zivi­lis­ten ver­ur­teilt. Sie for­dert die Frei­las­sung aller ille­gal fest­ge­hal­te­nen Zivi­lis­ten und ver­langt unge­hin­der­ten Zugang für huma­ni­täre Hilfe in den Gaza­strei­fen. Außer­dem ruft sie zu einer sofor­ti­gen Waf­fen­ruhe auf.
Damit knüpft die UNO an die lange Reihe von Beschlüs­sen an, die seit 1967 Frie­dens­re­ge­lun­gen und zwei Staa­ten in Paläs­tina vor­se­hen.
Isra­els Stän­di­ger Ver­tre­ter, Gilad Edan, dar­auf­hin: Die UNO sei kor­rum­piert. Sie habe kei­ner­lei Legitimität.

Am 12. Dezem­ber 2023 wie­der­holte die Voll­ver­samm­lung diese For­de­run­gen, mit dem Unter­schied, dass nun­mehr 152 Län­der den Waf­fen­still­stand for­dern, statt 120 wie noch im Oktober.

Am 29. Dezem­ber 2023 reichte Süd­afrika Klage wegen Völ­ker­mords beim Inter­na­tio­na­len Gerichts­hof (IGH) in Den Haag ein. Israel soll seine Angriffe in Gaza ein­stel­len. Sie hät­ten einen völ­ker­mör­de­ri­schen Cha­rak­ter. Süd­afri­kas Jus­tiz­mi­nis­ter Ronald Lamola: die Gewalt und die Zer­stö­rung in Paläs­tina und Israel habe nicht erst am 7. Okto­ber 2023 begon­nen. Viel­mehr hät­ten die Paläs­ti­nen­ser sys­te­ma­ti­sche Unter­drü­ckung und Gewalt seit 76 Jah­ren erfah­ren. In aller Schärfe  ver­ur­teilte Lamola die Gräu­el­ta­ten der Hamas und ande­rer Grup­pen vom 7. Okto­ber, doch wür­den diese in kei­nem Fall eine Recht­fer­ti­gung lie­fern, die Völ­ker­mord­kon­ven­tion zu ver­let­zen; Isra­els Reak­tion auf den Angriff habe diese Linie überschritten.

Auch der IGH-Pro­zess hat Israel nicht davon abhal­ten kön­nen, mit den Angrif­fen gegen die Bevöl­ke­rung im Gaza­strei­fen fort­zu­fah­ren. Mitt­ler­weile beträgt die Zahl der Toten über 40.000, zum gro­ßen Teil Frauen und Kin­der. Die israe­li­sche Armee macht nicht vor der Zer­stö­rung von Kran­ken­häu­sern halt. Die Lie­fe­rung von Lebens­mit­teln und ande­rer Hilfs­mit­tel wird ver­hin­dert. Der Hun­ger wei­tet sich aus.
Zudem droht eine Aus­wei­tung des Krie­ges.
Dror Dayan, israe­li­scher Fil­me­ma­cher, war ein­ge­la­den zum Paläs­ti­na­kon­gress (12.–14. April Ber­lin), den die Poli­zei ver­hin­dert hat. Er fragt, wozu eine Armee, deren Haupt­ak­ti­vi­tä­ten in der Bom­bar­die­rung von Kin­dern aus der Luft oder dem Schi­ka­nie­ren von Arbei­tern an Check­points besteht, meh­rere atom­waf­fen­fä­hige U‑Boote benö­tigt, U‑Boote, die von Deutsch­land gelie­fert wur­den und werden.

Die Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei Isra­els hatte schon am 9. Okto­ber 2023 erklärt: Es gibt nur eine Lösung: die Aner­ken­nung der legi­ti­men For­de­run­gen und Rechte des paläs­ti­nen­si­schen Vol­kes und die Been­di­gung der Besat­zung. Das und die Schaf­fung eines gerech­ten Frie­dens sind ein ein­deu­ti­ges und gemein­sa­mes Inter­esse der bei­den Völ­ker in die­sem Land.

Die DKP Köln ist Teil der welt­wei­ten Bewe­gung gegen den geno­zi­da­len Krieg Isra­els gegen das paläs­ti­nen­si­sche Volk und for­dert im Sinne anti­im­pe­ria­lis­ti­scher Solidarität:

  • Frei­heit und Selbst­be­stim­mung für die Paläs­ti­nen­se­rin­nen und Palästinenser!
  • Frie­dens­re­ge­lun­gen auf der Grund­lage der ein­schlä­gi­gen UNO-Beschlüsse seit 1967, begin­nend mit der Reso­lu­tion 242!
  • Keine deut­sche Waf­fen nach Israel!
  • Rück­zug der Bun­des­wehr, der US-Armee und aller NATO-Trup­pen aus dem Roten Meer und dem Nahen Osten! 
  • Schluss mit der Kri­mi­na­li­sie­rung der Palästina-Solidaritätsbewegung!

Köln, 14. Mai 2024


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