De Rude Pooz zur Köl­ner Haushaltssicherung

Faksimile: De Rude Pooz, Kopf.

Kriegs­kurs, Bun­des­tags­wahl 2025 und die Härte der sozia­len Frage

Die April-Aus­gabe vun «De Rude Pooz»

• Hurra, die Haus­halts­si­che­rung konnte ver­mie­den wer­den
D.h. Köln ist dem (Spar-)Kommissar schon zuvor­ge­kom­men.
Ge­kürzt wird vor allem bei den so­ge­nann­ten frei­wil­li­gen Leis­tun­gen. Im Kul­tur- und Sozi­al­be­reich, bei der Kin­der- und Jugend­hilfe bei Pro­jek­ten der Flücht­lings­hilfe, … bei den Ärms­ten halt. Dazu Ge­büh­ren­erhöhungen, Ein­spa­run­gen bei der Stadt­ver­wal­tung etc. Trotz aller Kür­zun­gen und Ein­spa­run­gen wächst der Schul­den­berg mit Sicher­heit und mit Sys­tem: Das soge­nannte «Wachstums­chan­cen­ge­setz» der Ampel-Regie­rung wird vom Deut­schen Städ­te­tag als ein «Kom­­mu­nale-Inves­ti­tio­nen-Schrump­­fun­gs­ge­setz» bezeichnet.

• Der dritte März 1933 warnt
Die DKP erin­nert an den Nazi­ter­ror
Der Wahl­trend der Reichs­tags­wah­len vom 6. Novem­ber 1932 zeigte Stim­men­ge­winne der Kom­mu­nis­ten und Ver­luste für die Nazis. Bevor sich dies in wei­te­ren Wah­len ver­fes­ti­gen würde, wurde Hit­ler zum Reichs­kanz­ler ernannt. Sogleich nahm der Stra­ßen­ter­ror Fahrt auf. Am 27. Februar 1933 zün­de­ten die Nazis den Reichs­tag an und beschul­dig­ten darür die Kom­mu­nis­ten. Gegen den Wider­stand der Bewoh­ner stürmte die SA die Esaßstra­ße am 3. März 1933. Wei­ter im März: Ermäch­ti­gungs­ge­setz, Ver­bo­te von Par­teien und Ge­werk­schaf­ten, wei­tere Gleich­schal­tung. Der Erste Welt­krieg war gerade mal 15 Jahre vor­bei und die Erin­ne­rung noch leben­dig. Aber das Land sollte «wehr­tüchtig» wer­den. Tat­säch­lich war es sechs Jahre spä­ter wie­der so weit: Über­fall auf Polen, der nächste Welt­krieg begann. Er endete nach wei­te­ren sechs Jah­ren mit 65 Mil­lionen Toten.

• Kam­pa­gne Mie­ten­de­ckel
Im Ver­gleich zum Vor­jahr­es­zeitraum erhöh­ten sich die Mie­ten im vier­ten Quar­tal 2024 um durch­schnitt­lich 4,7 Pro­zent (Köln 4,5 Pro­zent). Die Kauf­preise für Woh­nungs­ei­gen­tum in den teu­ers­ten Städ­ten sin­ken aber «in Märk­ten mit hoher Miet­preis­dy­na­mik» stei­gen wei­ter­hin die Miet­preise. Die DKP Köln wen­det sich gegen Grund­stücksspekulation. Wir Kom­mu­nisten for­dern die Ver­ge­sell­schaf­tung von Grund und Boden, einen öf­fent­lichen Woh­nungs­bau und eine Neue Woh­nungs­ge­mein­nüt­zig­keit. Vorab hilfs­weise Mietendeckel.

• Der neue Bun­des­tag
Zwei­fel­los ist die Bun­des­tags­wahl durch die Mas­sen­ak­tio­nen gegen die AfD beein­flusst wor­den.
Die Links­par­tei (im Juni 2024 gerade mal 2,7% bei der Euro­pa­wahl) erreichte uner­war­tete 8,8% (In Köln 14,9%.) Anders als die übri­gen Par­teien sprach sie soziale Pro­bleme an. Pflege, Rente, Infla­tion oder Haus­halts­en­er­gie. Die Bil­dungs­mi­sere. Schlie­ßung der Kran­kenhäuser, Woh­nungs­man­gel und Ent­wicklung der Mie­ten … . Die CDU (SPD und Grüne) haben ande­res im Sinn: Es sind die unend­li­chen Kriegskredite.

• Briefe der Klara Schab­rod
Klara Tuch­sche­rer ist aktiv bei den «Kin­dern des Wider­stands». Am 8. März, dem Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag, berich­tet sie von ihrer Mut­ter Klara Schab­rod und zeigt ein Film­do­ku­ment mit einem Inter­view aus der Düs­sel­dorfer Mahn- und Gedenk­stätte aus dem Jahr 1987.
Flo­rence Hervé schreibt im Vor­wort: «Sol­cher Frauen wie Klara Schab­rod muss man geden­ken. Weil sie unan­ge­passt waren. Weil sie ihr Le­ben ris­kier­ten. Weil sie sich für eine fried­liche Zukunft ein­setz­ten. Weil sie ein ande­res Deutsch­land­bild ver­mit­teln. Weil sie ein ande­res Frau­en­bild als das der gefü­gi­gen Haus­frau präg­ten: das der Freiheitskämpferin.»

• Oster­marsch 2025 in Köln
Frie­dens­fä­hig statt kriegs­tüch­tig!
Für eine demo­kra­ti­sche zivile und soziale Zei­ten­wende!
Kriege been­den, Auf­rüs­tung stop­pen!
Das Risiko eines Atom­kriegs war noch nie so hoch wie heute, war­nen Friedensforscher:innen. Deut­lich wird das vor allem in den Krie­gen in der Ukraine/Russland und in Nah­ost. Die mili­tä­ri­sche Sicher­heits­lo­gik setzt auf Kon­fron­ta­tion statt Dia­log. Dies ist die Grund­lage für die glo­bale Hoch- und Atom­rüs­tung und die zuneh­men­den inter­na­tio­na­len Span­nun­gen. Zusätz­lich ver­stärkt diese Poli­tik öko­lo­gi­sche Kata­stro­phen, Flucht­be­we­gun­gen und Sozi­al­ab­bau. Im Inter­esse des Über­le­bens gibt es da nur eine Ant­wort: Diplo­ma­tie statt Eska­la­tion! Das bedeu­tet Abrüs­tung statt Auf­rüs­tung, Bewah­rung der Lebens­grund­la­gen statt ihrer Gefähr­dung und Zer­stö­rung! (Aus dem Ostermarsch-Aufruf)

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Stadt­teil-Zei­tung der DKP Köln-Innen­stadt zur Köl­ner Haushaltssicherung