Pro­gramm Fes­ti­val der Jugend 2015

Logo: SDAJ mit animierter roter Fahne.

[update] Das Fes­ti­val der Jugend fin­det über Pfings­ten vom 22.–25. Mai
im Köl­ner Jugend­park (Sach­sen­berg­straße, 51063 Köln) statt.

Café K der DKP

Sams­tag, 23. Mai

  • 12.00 bis 13.00 Uhr: Kom­mu­nis­ti­sche Betriebs- und Gewerk­schafts­ar­beit
    Gesprächs­runde mit Olaf Harms (ver.di), Achim Bigus (IG Metall), Rai­ner Per­schew­ski (EVG) und wei­te­ren DKP-Mit­glie­dern über ihre betrieb­li­che Arbeit.
    Mode­ra­tion: Olaf Harms
  • 14.00 bis 15.00 Uhr: Wur­den wir 1945 befreit?
    Ver­an­stal­tung der Marx-Engels-Stif­tung mit Otto Köh­ler.
    Moderation/Verantwortlich: Her­mann Kopp
  • 16.00 bis 17.00 Uhr: »Hei­ßer Stuhl – Die DKP vor dem 21. Par­tei­tag«
    Gespräch mit Patrik Köbele, Vor­sit­zen­der der DKP.
    Mode­ra­tion: Björn Schmidt
  • 17.30 bis 18.30 Uhr: Musi­kan­des, chi­le­ni­sches Duo
  • 22.00 Uhr: Lauf­feuer, Doku-Film über den 2. Mai 2014 in Odessa/Ukraine

Sonn­tag, 24. Mai

  • 11.00 bis 12.00 Uhr: Ach­tung Abzo­cker: Der Bayer-Kon­zern!
    Gesprächs­runde mit Klaus Stein, Vor­sit­zen­der der DKP Rhein­land und Axel Köh­ler Schnura, Koor­di­na­tion gegen Bayer-Gefah­ren
    Moderation/Verantwortlich: Klaus Stein
  • 13.00 bis 14.00 Uhr: »Keup­straße ist über­all«
    Gespräch mit Kutlu Yurts­even (Micro­phone Mafia) u.a. über die anti­fa­schis­ti­sche Initia­tive »Keup­straße ist über­all« und den NSU-Skan­dal
    Moderation/Verantwortlich: Klaus Stein
  • 14.30 bis 16.30 Uhr: »Befrei­ung, was denn sonst?«
    Pro­gramm mit der Zeit­zeu­gin Erika Baum, DKP Ber­lin, einem Teil­neh­mer der Antifa-Kara­wane des ita­lie­ni­schen Band­pro­jek­tes Banda Bas­sotti und Ser­gej Kirit­schuk (Borotba, Ukraine) und Lie­dern des anti­fa­schis­ti­schen Wider­stands mit Klaus Lin­der am Kla­vier
    Moderation/Verantwortlich: Björn Schmidt
  • 17.00 bis 18.30 Uhr: Spa­nien 1936–39 – Erich Schaff­ner singt Spanienlieder

Ankün­di­gungs­texte

Kom­mu­nis­ti­sche Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit

Was sind die Auf­ga­ben und Mög­lich­kei­ten von Kom­mu­nis­tin­nen und Kom­mu­nis­ten in Betrieb und Gewerk­schaft? Wie ste­hen sie zu Betriebs­rä­ten, was ist ihre Hal­tung in Tarif­aus­ein­an­der­set­zun­gen, warum hal­ten sie so ver­bis­sen an der Ein­heits­ge­werk­schaft fest? Und: Warum fällt es ihnen so schwer, Fuß zu fas­sen in den Betrie­ben und wie­der Betriebs­grup­pen auf­zu­bauen? Über diese und wei­tere Fra­gen dis­ku­tie­ren mit Euch neben wei­te­ren die Genos­sen Olaf Harms (ver.di), Achim Bigus (IG Metall) und Rai­ner Per­schew­ski (EVG)


Wur­den wir 1945 befreit?

Vom Griff nach der Welt­macht zur neuen Ver­ant­wor­tungs­er­grei­fung – deut­sche Kontinuitäten

Ver­an­stal­tung der Marx-Engels-Stif­tung mit Otto Köh­ler, His­to­ri­ker und Publizist

»Der 8. Mai war ein Tag der Befrei­ung«, meinte vor drei­ßig Jah­ren Bun­des­prä­si­dent Richard von Weiz­sä­cker in sei­ner berühm­ten Rede. Empö­rung und Wider­spruch löste er bei denen aus, für die die Nie­der­lage der Wehr­macht eine Kata­stro­phe war und der Sieg der Anti-Hit­ler­ko­ali­tion ein Verhängnis.

Brach aber 1945 eine neue Zeit­rech­nung, die »Stunde Null« aus? Waren die deut­schen Eli­ten, die 1914 nach der Welt­macht grif­fen und 1939 mit neuer mili­tä­ri­scher Macht ganz Europa unter ihrer Füh­rung ver­ein­ten, für immer geschla­gen? Oder kennt die neue Ber­li­ner Repu­blik auf die­sem Pla­ne­ten längst kei­nen Platz mehr, auf dem der deut­sche Sol­dat nicht ste­hen darf – und muss?

Café K, Sams­tag, 23. Mai 2015, 14 Uhr


Hei­ßer Stuhl –

Patrik Köbele, Vor­sit­zen­der der DKP, steht Rede und Antwort

Für alle, die schon immer ein­mal mit dem DKP-Vor­sit­zen­den über Rolle und Auf­gabe einer Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei spre­chen woll­ten, ist diese Runde genau rich­tig. Patrik Köbele lei­tet in sei­nem Refe­rat ein, wieso er auch heute davon über­zeugt ist, dass die­ses Land eine kom­mu­nis­ti­sche Par­tei braucht und warum sie jun­gen Kom­mu­nis­tIn­nen eine poli­ti­sche Hei­mat bie­tet. Anschlie­ßend stellt er sich der Dis­kus­sion mit allen Camp­t­eil­neh­me­rIn­nen, die das genauso oder aber ganz anders sehen.

Sams­tag, 23. Mai, 16 Uhr, Café K


Duo Musikandes.

Musi­kan­des

Musi­kan­des ist ein im Jahr 2008 gegrün­de­tes kul­tu­rel­les Pro­jekt, das die Tra­di­tion der latein­ame­ri­ka­ni­schen Musik wie­der auf­nimmt. Das ist eine Musik, die über die täg­li­chen Über­le­bens­kämpfe und Träume der latein­ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft spricht. Zum Fes­ti­val kom­men unsere Romina Tobar und Daniel Osa­rio aus Saarbrücken.

Sams­tag, 23. Mai, 17.30 Uhr, Café K


Lauf­feuer

Doku­men­tar­film über den 2. Mai 2014 in Odessa/Ukraine. An die­sem Tag jag­ten Faschis­ten ver­meint­li­che Geg­ner durch Odes­sas Stra­ßen und über­fie­len das Gewerk­schafts­haus, in das sich viele Men­schen geflüch­tet hat­ten. Schließ­lich set­zen die Nazis das Haus in Brand. Wer sich durch einen Sprung aus dem Fens­ter zu ret­ten ver­suchte, wurde von dem brau­nen Mob erschla­gen. Mehr als 45 Men­schen kamen ums Leben. www.leftvision.de

Sams­tag, 23. Mai, 22 Uhr, Café K


Ach­tung Abzo­cker: Der Bayer-Konzern!

Der Che­mie­kon­zern Bayer AG, Sitz in Lever­ku­sen, besteht aus über 350 Gesell­schaf­ten mit 120 000 Beschäf­tig­ten – welt­weit. Umsatz 2013: 40,15 Mil­li­ar­den Euro, Gewinn 4,9 Mil­li­ar­den Euro. Über­all im Land wird für Bayer gear­bei­tet: in Lever­ku­sen, Köln, Dor­ma­gen, Wup­per­tal, Kre­feld-Uer­din­gen. Seit einem Urteil des BVerG 1992 darf gesagt wer­den: „In sei­ner gren­zen­lo­sen Sucht nach Gewin­nen und Pro­fi­ten ver­letzt Bayer demo­kra­ti­sche Prin­zi­pien, Men­schen­rechte und poli­ti­sche Fair­ness.“ Axel Köh­ler-Schnura, Coör­di­na­tion gegen BAYER-Gefah­ren (CBG) und Klaus Stein, Bezirk Rhein­land-West­fa­len der DKP, plau­dern über den poli­ti­schen Ein­fluss des Kon­zerns und was dage­gen zu tun ist.

Sonn­tag, 24. Mai, 11 Uhr, Café K


»Keup­straße ist überall«

Am 9. Juni 2004 explo­diert am hell­lich­ten Tag eine Nagel­bombe in der Keup­straße in Köln Mühl­heim. 22 Men­schen wer­den ver­letzt, vier von ihnen schwer. Dass es keine Todes­op­fer gibt, grenzt an ein Wun­der. Die Poli­zei ermit­telt »im Umfeld«, bei den über­wie­gend migran­ti­schen Bewoh­nern der Straße, bei den Opfern und ihren Fami­lien – »im kri­mi­nel­len Aus­län­der­mi­lieu«. Rechts­ter­ro­ris­mus wird von Anfang an aus­ge­schlos­sen, keine der dies­be­züg­li­chen Spu­ren ver­folgt. 2011, sie­ben Jahre spä­ter, bestä­tigte sich, was viele ver­mu­tet hat­ten: Der Anschlag geht auf das Konto von Faschis­ten, auf das Konto des ›Natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Unter­grunds‹ (NSU).

Kutlu Yurts­even, Sän­ger der Micro­phone Mafia, lebte 2004 in der Keup­straße und ist heute aktiv in der Initia­tive »Keup­straße ist über­all«, die unter ande­rem die Opfer des Anschlags und der fol­gen­den Poli­zei­schi­ka­nen nach Mün­chen zum NSU-Pro­zess beglei­tete, um ihnen den Rücken zu stär­ken. Die Initia­tive for­dert die voll­stän­dige Auf­klä­rung der NSU-Morde und der Ver­stri­ckung des Staa­tes darin.

Am Sonn­tag um 14 Uhr ist Kutlu Yurts­even zu Gast im Café K der DKP auf dem Fes­ti­val der Jugend.


Spa­nien 1936–39 – Erich Schaff­ner singt Spanienlieder

… und erzählt die mär­chen­hafte Geschichte vom Tage­löh­ner, der das Para­dies auf die harte Erde Ara­gons holt, es wie­der an den Him­mel ver­liert, dem Pro­le­ta­rier aus vie­ler Her­ren Län­der zu Hilfe kom­men und warum die Geschichte noch immer nicht zu Ende ist.

Wer kennt sie nicht, die Lie­der, die mit der Stimme Ernst Buschs ver­bun­den sind? Erich Schaff­ner gibt mit sei­nem Abend einen Ein­blick in die auf­re­gende Zeit, in der sich die spa­ni­sche Volks­front zusam­men mit den Anar­chis­ten den faschis­ti­schen Gene­rä­len mit unzu­rei­chen­den Waf­fen, aber mit gro­ßem Kampf­geist ent­ge­gen­stellte. Sie wur­den unter­stützt durch die Kämp­fe­rin­nen und Kämp­fer der inter­na­tio­na­len anti­fa­schis­ti­schen Bri­ga­den, die den von Deutsch­land und Ita­lien bewaff­ne­ten Faschis­ten man­che emp­find­li­che Nie­der­lage berei­te­ten. Schaff­ner klam­mert die Wider­sprü­che inner­halb der anti­fa­schis­ti­schen Kräfte nicht aus, lässt sie bis­wei­len hart auf­ein­an­der­pral­len und schafft damit ein rea­lis­ti­sches Abbild jener Zeit. Beglei­tet wird er von Georg Klemp am Klavier.

Sonn­tag, 24. Mai, 17 Uhr, Café K

Die Presse über Erich Schaffner:
  • Fast ana­chro­nis­tisch wirkt sein Vor­trag in Zei­ten was­ser­dicht sound­ge­check­ter und per­fekt pro­jekt­ge­ma­nag­ter E‑ und U‑Kultur. Er steht ein­fach da, spricht und singt, Und das, neben­bei gesagt, mit wun­der­bar kla­rer Stimme, völ­lig unprä­ten­tiös und ohne jeden Kult. (Köl­ner Stadt‑Anzeiger)
  • Wer Ernst Busch auf Ori­gi­nal­auf­nah­men hört, der wird schnell ein­ge­fan­gen von der Inten­si­tät sei­ner Stimme. Durch­drin­gend und pathe­tisch kommt er daher, und vie­les von dem fin­det sich auch in dem Pro­gramm von Schaff­ner wie­der… (Main­spitze)
  • Kraft­voll ist Schaff­ners Stimme und doch vari­an­ten­reich … Profi mit star­ker Aus­strah­lung und Inten­si­tät…(Frank­fur­ter Rundschau)
  • …sang er mit sei­ner beein­dru­cken­den Stimme … All dies ver­wan­delte die Worte in Waf­fen, in schnei­dende Klin­gen, die ihr Werk an den Zuschau­ern ver­rich­te­ten und diese nicht unbe­tei­ligt lie­ßen. (Rüs­sels­hei­mer Echo)
  • Sowohl die glaub­wür­dige Aus­fül­lung der bei­den Gegen­pole – die des Anar­chis­ten und des Kom­mu­nis­ten, als auch die ein­drucks­volle Dar­stel­lung der Lei­den des Krie­ges, vor allem der Bom­bar­die­rung von Guer­nica durch die deut­sche Legion Con­dor, präg­ten den Gesamt­ein­druck des Stü­ckes. (UZ)