Aus und vor­bei! Neven-Dumont-Druck abgewickelt.

Am 04. Okto­ber 2023, nach dem “Fei­er­tag”, wurde der Beleg­schaft der Dru­cke­rei des Ver­lags­hau­ses Neven Dumont, Her­aus­ge­ber des Köl­ner Stadt­an­zei­gers, der Köl­ni­schen Rund­schau und des Express’, mit­ge­teilt, dass ihre Arbeits­plätze mit sofor­ti­ger Wir­kung abge­baut sind.

Die Kolleg:innen der Früh­schicht wur­den auf­ge­for­dert ihre Spinde zu räu­men und nach Hause zu gehen. Ab sofort soll­ten sie auch kei­nen Zugang mehr zum Gebäude haben.

Die Druck­auf­träge für die vom Ver­lags­haus Neven Dumont her­aus­ge­ge­be­nen Zei­tun­gen wur­den an eine Dru­cke­rei ohne Tarif­bin­dung (!) bei Koblenz ver­ge­ben. Die­ser Schritt sei aus Kos­ten­grün­den not­wen­dig. Der Betriebs­rat von Neven-Dumont-Druck war bei der Ent­schei­dung des Stel­len­ab­baus nicht infor­miert oder gar ein­ge­bun­den. Die­ses Vor­ge­hen ist ein kla­rer Ver­stoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz!

Für die Kolleg:innen und ihre Fami­lien bedeu­tet dies Arbeits­lo­sig­keit und Alters­ar­mut zu Guns­ten der Pro­fit­ma­xi­mie­rung des Unternehmens.

Bereits zwei Tage nach Abwick­lung des Druck­zen­trums pro­tes­tier­ten die Kolleg:innen vor dem Ver­lags­haus und kämpf­ten für ihre Rechte: Sozi­al­plan und Abfindungen.

Am 24.10.2023 fand die zweite Kund­ge­bung der Beleg­schaft gegen das Vor­ge­hen von Neven Dumont statt.

Betriebs­rat, Verdi und viele Men­schen aus der Gesell­schaft soli­da­ri­sier­ten sich und erin­ner­ten das Ver­lags­haus mit ihrem Pro­test an seine soziale und wirt­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung für die Men­schen, die jah­re­lang den Pro­fit erar­bei­tet haben.

Hier zeigt sich sehr anschau­lich das Wesen dess Kapitalismus.

Im Sinne der Pro­fit­ma­xi­mie­rung wird die arbei­tende Klasse durch miese Löhne und Arbeits­ver­dich­tung aus­ge­beu­tet. Löhne wer­den gedrückt. Unsere Rechte, für die wir als Arbeiter:innen gekämpft haben, wer­den aus­ge­höhlt und bis zur Unkennt­lich­keit verstümmelt.

Darum: Wir machen uns mit den Kapi­ta­lis­ten, wie Neven Dumont, nicht gemein. Ihre Inter­es­sen sind nicht unsere Inter­es­sen! Wir Kommunist:innen ste­hen an der Seite der Beschäf­tig­ten und for­dern die Wah­rung der von der Arbei­ter­klasse erkämpf­ten Rechte! Wir wer­den dafür gemein­sam kämpfen!