Demons­tra­tion zum Nakba-Tag am 15. Mai

Die DKP Köln unter­stützt den Auf­ruf zur Demons­tra­tion am Nakba-Tag.

15. Mai 2026 – 18 Uhr

Hans-Böck­ler Platz / Bahn­hof West

Was ist die Nakba, ara­bisch für „Kata­stro­phe“?

Im Zuge der israe­li­schen Staats­grün­dung wur­den 1948 etwa 750.000 Palästinenser:innen aus ihren Dör­fern, Städ­ten und von ihrem Land ver­trie­ben und ent­eig­net. Bei die­ser eth­ni­schen Säu­be­rung wur­den min­des­tens 10.000 bru­tal ermordet.

Am 15. Mai, dem Nakba-Tag erin­nert die Paläs­tina-Bewe­gung jedes Jahr an die­ses Ver­bre­chen und ver­sucht, ein brei­te­res Wis­sen und Ver­ständ­nis für diese Ereig­nisse zu schaf­fen. Denn die Nakba ist der zen­trale Grund für die fort­ge­setzte Gewalt in der Region.

Stoppt die Fort­set­zung der Nakba in Gaza, der West­bank und im Libanon!

Der Nakba-Tag dient nicht nur der Erin­ne­rung an die­ses Mensch­heits­ver­bre­chen; unsere Demons­tra­tion wen­det sich auch gegen den Völ­ker­mord, die fort­ge­setzte Ver­trei­bung, Ernied­ri­gung, Ent­rech­tung und Ermor­dung der Palästinenser:innen.

Gaza – Seit dem soge­nann­ten „Waf­fen­still­stand“ in Gaza im Okto­ber 2025 wur­den laut UN-Men­schen­rechts­kom­mis­sa­riat 738 Men­schen durch anhal­tende israe­li­sche Angriffe getö­tet. Der Völ­ker­mord ist noch nicht vor­bei. Die Über­le­ben­den leben wei­ter­hin in unvor­stell­ba­ren Zustän­den; Hun­ger, Obdach­lo­sig­keit und man­gelnde medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung gehö­ren wei­ter zum All­tag. Zudem droht eine mas­sive Ver­trei­bung der Bevöl­ke­rung, soll­ten die Pläne des US-Prä­si­den­ten Trump für Gaza tat­säch­lich umge­setzt werden.

West­bank – In der seit 1967 von Israel besetz­ten West­bank fin­den täg­lich gewalt­tä­tige Über­griffe von ille­gal auf besetz­tem Land leben­den zio­nis­ti­schen Sied­lern gegen die Bevöl­ke­rung dort statt und die ille­gale Besied­lung wird mas­siv verstärkt.

Liba­non – Im Zuge israe­li­scher Angriffe wur­den im Liba­non allein in die­sem Jahr mehr als 1.500 Men­schen getö­tet. An einem Tag allein, dem 8. April sogar mehr als 300 Men­schen. Zudem plant Israel in etwa 10 Pro­zent des Lan­des eine Puf­fer­zone ein­zu­rich­ten, was einer fak­ti­schen Besat­zung gleich­kommt. Hier droht eine liba­ne­si­sche Nakba!

Wel­che Rolle spielt Deutschland?

Die deut­sche Regie­rung unter Kanz­ler Merz lie­fert wei­ter­hin Waf­fen und mili­tä­ri­sches Mate­rial an Israel. Beson­ders der Köl­ner Flug­ha­fen ist eine Dreh­scheibe für Waf­fen­lie­fe­run­gen an Israel.

Zudem gibt die deut­sche Regie­rung poli­ti­sche Rücken­de­ckung für die Ver­bre­chen Isra­els. Wel­che nicht ein­mal spür­bar ein­ge­schränkt wurde, nach­dem das israe­li­sche Par­la­ment den offen­sicht­lich ras­sis­ti­schen Beschluss fasste, die Todes­strafe für Palästinenser:innen einzuführen.

Unsere For­de­run­gen

  • Wir for­dern ein Ende der israe­li­schen Ver­bre­chen: Völ­ker­mord, Angriffs­kriege, fort­ge­setzte Ver­trei­bung, Bela­ge­rung, Besat­zung, Ernied­ri­gung, ras­sis­ti­sche Todes­strafe und Apartheid!
  • Wir for­dern ein Ende der deut­schen Unter­stüt­zung die­ser Ver­bre­chen! Keine Waf­fen mehr an Israel!
  • Das Recht auf Rück­kehr der Ver­trie­be­nen Palästinenser:innen muss ermög­licht werden!

Auf­ruf zur Demons­tra­tion in Köln am 15. Mai, dem Nakba-Tag