Köl­ner Oster­marsch 2025

Auf zum Oster­marsch! Auf die Straße für den Frieden!

Wann und Wo: 19. April 2025, 14 Uhr, Alter Markt Köln

Mit Reden von:

  • Mat­thias Joch­heim, IPPNW
  • Janine Deling, DGB
  • Prof. Abed Scho­kry, Inge­nieur aus Gaza
  • Katha­rina Nie­bergall, Junge GEW NRW
  • Tho­mas Stie­fel, Con­nec­tion e. V.,
  • Ulrich Tho­den, MdB Die.Linke
  • und Musik von Shelly Quest! 

Welt­weit ver­schär­fen sich die sozia­len und öko­lo­gi­schen Kri­sen, Natur­ka­ta­stro­phen wer­den all­täg­lich und Mil­lio­nen Men­schen sind auf der Flucht. Was unter­nimmt die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, um diese Kri­sen, die die Exis­tenz der Mensch­heit bedro­hen, zu lösen? Der abge­wählte Bun­des­tag machte mit der Ände­rung des Grund­ge­set­zes den Weg frei für die wei­tere Hoch­rüs­tung der Bun­des­re­pu­blik und der EU und für die Vor­be­rei­tung neuer Kriege.

Diese Logik der Gewalt und der mili­tä­ri­schen Stärke hat noch nie Sicher­heit oder Frie­den geschaf­fen, sie ver­schärft statt­des­sen die glo­bale Kon­fron­ta­tion und bricht mir der Frie­dens­ori­en­tie­rung des Grund­ge­set­zes. Wäh­rend Inves­ti­tio­nen in Tötungs­ma­schi­ne­rien Geld und Res­sour­cen ver­schlin­gen, wach­sen Hun­ger und soziale Ungleichheit.

Wir rufen alle auf, an Ostern gegen die brand­gefährliche Mili­ta­ri­sie­rung aller gesell­schaft­li­chen Berei­che und für eine soziale, demo­kra­ti­sche und zivile Zei­ten­wende zu demons­trie­ren! Die Ver­wirk­li­chung der poli­ti­schen und sozia­len Men­schen­rechte, der Erhalt der natür­li­chen Lebens­grund­la­gen und des Kli­mas, soziale Gerech­tig­keit und Frie­den dul­den kei­nen Auf­schub und sind nur in glo­ba­ler Zusam­men­ar­beit zu realisieren.

Es ist jetzt an der Zeit für einen sofor­ti­gen Waf­fen­still­stand in der Ukraine und die Auf­nahme von Frie­dens­ver­hand­lun­gen mit dem Ziel des Wiederauf­baus eines sou­ve­rä­nen und demo­kra­ti­schen Lan­des, statt sei­ner fort­ge­setz­ten wirt­schaft­li­chen Ausplünderung.

Statt der Sta­tio­nie­rung von US-Mit­tel­stre­cken­waf­fen braucht es jetzt eine Initia­tive für Sicher­heit auch mit Russ­land, für Rüs­tungs­kon­trolle, Abrüs­tung, die Abschaf­fung von Atom­waf­fen und ein Ende der nuklea­ren Bedro­hung der Menschheit.

Es ist an der Zeit für ein sofor­ti­ges Ende der deut­schen Waf­fen­lie­fe­run­gen an die rechts­extreme Net­an­yahu-Regie­rung, für eine Auf­kün­di­gung des EU­-Asso­zi­ie­rungs­ab­kom­men mit Israel, bis die sys­te­ma­ti­sche Ver­trei­bung und Tötung der Paläs­ti­nen­ser gestoppt ist und die Waf­fen schwei­gen. Es ist Zeit für die Aner­ken­nung eines paläs­ti­nen­si­schen Staa­tes und für einen gerech­ten Frie­den in Nahost.

Es ist Zeit, die Gren­zen für alle Waf­fen­ex­porte zu schlie­ßen und für Men­schen zu öff­nen. Es ist Zeit für huma­ni­täre Hilfe und die Bekämp­fung von Flucht­ur­sa­chen statt von Geflüchteten.

Es ist Zeit für Inves­ti­tio­nen in ein bes­se­res Leben, statt für uner­mess­li­che Zer­stö­rungs­po­ten­tiale: Es braucht Inves­ti­tio­nen für ein Ende von Obdach­lo­sig­keit und für men­schen­wür­dige Woh­nun­gen für alle, für Kran­ken­häu­ser, die der Gesund­heit der Men­schen die­nen, für Bil­dung und Kul­tur frei von Spar­zwän­gen, für sinn­volle Arbeit und aus­rei­chend Per­sonal in allen öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen und für die umfas­sende Reali­sierung des Allgemeinwohls.

Für eine frie­dens­fä­hige Gesell­schaft braucht es keine Wehr­pflicht und keine Jugend­of­fi­ziere, son­dern Schu­len ohne Bun­des­wehr und Selbst­ver­pflich­tun­gen zum Frie­den an allen Hochschulen.

Es braucht jetzt Initia­ti­ven für Völ­ker­ver­stän­di­gung, für kul­tu­rel­len und wis­sen­schaft­li­chen Aus­tausch auch mit Russ­land und China statt gegen­sei­ti­ger Abschot­tung und dem Auf­bau von Feindbildern.

Es ist an der Zeit, ernst zu machen mit der Ver­wirk­li­chung der Charta der Ver­ein­ten Natio­nen, die vor 80 Jah­ren als Kon­se­quenz aus der Befrei­ung von Krieg und Faschis­mus beschlos­sen wurde: Der Befrei­ung der Mensch­heit von der Gei­ßel des Krie­ges und glo­ba­ler Koope­ra­tion für die Ver­wirk­li­chung von sozia­lem Fortschritt.

Wir demons­trie­ren soli­da­risch mit all den­je­ni­gen, die gegen Natio­na­lis­mus und Krieg und für eine Demo­kratisierung der Gesell­schaft und eine glo­bal men­schen­wür­dige Ent­wick­lung streiten.

Auf zum Ostermarsch!

Der Köl­ner Oster­marsch ist Teil des Oster­marschs Rhein-Ruhr.

 
Foto: DKP Köln


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