Erklä­rung der DKP zur Kün­di­gung der Kon­ten des Ver­eins Rote Hilfe e.V.

Soli­da­risch gegen Debanking

In der ver­gan­ge­nen Woche wurde bekannt, dass dem Ver­ein Rote Hilfe e.V. sämt­li­che Kon­ten bei der GLS Bank und bei der Spar­kasse Göt­tin­gen gekün­digt wur­den. Die Rote Hilfe geht davon aus, dass sich die Ban­ken mit die­sem Schritt der US-Sank­ti­ons­po­li­tik beu­gen, die sich auch gegen linke Struk­tu­ren in Deutsch­land rich­tet. Es han­delt sich um einen wei­te­ren Fall des soge­nann­ten Deban­kings, mit dem der­zeit gegen oppo­si­tio­nelle Orga­ni­sa­tio­nen, Strö­mun­gen und Ein­zel­per­so­nen vor­ge­gan­gen wird. Die Deut­sche Kom­mu­nis­ti­sche Par­tei (DKP) ist soli­da­risch mit der Roten Hilfe, die seit mehr als 100 Jah­ren Soli­da­ri­tät gegen staat­li­che Repres­sio­nen organisiert.

„Wenn eine schein­bar alter­na­tive Genos­sen­schafts­bank und ein öffent­lich-recht­li­ches Insti­tut wie die Spar­kasse Göt­tin­gen in einer offen­bar kon­zer­tier­ten Aktion gegen die Oppo­si­tion in die­sem Land vor­ge­hen, dann müs­sen alle Alarm­glo­cken schril­len“, sagt Patrik Köbele, Vor­sit­zen­der der Deut­schen Kom­mu­nis­ti­schen Partei. 

Auch die DKP ver­liert zum Jah­res­ende ihre Kon­ten bei der GLS Bank. Eine Begrün­dung dafür hat die Bank bis heute nicht gelie­fert. Es liegt jedoch ein Zusam­men­hang mit einer Spen­den­ak­tion für Kuba nah – und damit eben­falls eine Unter­ord­nung der Bank unter die US-Sanktionspolitik.

„Die Ban­ken rei­hen sich in den reak­tio­när-mili­ta­ris­ti­schen Gesell­schafts­um­bau ein. Sie nut­zen ihren Hand­lungs­raum, um über finan­zi­el­len Druck poli­ti­sche Bewe­gung zu sabo­tie­ren. Sie stel­len sich in den Dienst derer, die Soli­da­ri­tät ver­bie­ten wol­len, weil Soli­da­ri­tät eine Waffe ist – unsere Waffe“, so Köbele. „Aber das wird ihnen nicht gelingen.“

Die DKP ruft zur Soli­da­ri­tät mit der Roten Hilfe auf.

Essen, 28. Dezember


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