Nein zur Wehrpflicht!

Nein zu Auf­rüs­tung und Kriegspropaganda!

Schul­streiks an mehr als 127 Orten!
Geplant ist die Mus­te­rung ab Jahr­gang 2008. Auch Frauen wer­den Post vom Bund erhal­ten. Das Ange­bot von 2.600 Euro im Monat dürfte allen­falls für arbeits­lose Jugend­li­che ver­lo­ckend sein. Falls es an Frei­wil­li­gen man­gelt, droht eine «Bedarfs­wehr­pflicht»: «Zudem wird der Bun­des­re­gie­rung die Mög­lich­keit ein­ge­räumt, durch Rechts­ver­ord­nung mit Zustim­mung des Deut­schen Bun­des­ta­ges die ver­pflich­tende Her­an­zie­hung von Wehr­pflich­ti­gen zu ver­an­las­sen, wenn die ver­tei­di­gungs­po­li­ti­sche Lage dies erfor­dert und attrak­ti­vi­täts­stei­gernde Maß­nah­men zur Erhö­hung frei­wil­li­ger Bewer­bun­gen nicht recht­zei­tig wirk­sam wer­den.»

Aber Krieg, Kriegs­dienst samt Bun­des­wehr-Drill sind den Jugend­li­chen ver­hasst. Sie haben andere Pläne.

Die Begrün­dung des Wehr­dienst-Moderni-sie­rungs­ge­set­zes vom 5. Dezem­ber lau­tet: Die «mas­sive Ver­schär­fung der Bedro­hungs­lage in Europa» durch den Krieg Russ­lands gegen die Ukraine. In Wahr­heit wur­den Rus­sen schon zuvor als Feind mar­kiert, z.B. im Weiß­buch der Bun­des­wehr von 2016.

Außen­mi­nis­ter Johann Wade­phul äußerte, kaum im Amt, Russ­land werde «immer ein Feind» sein. Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Pis­to­rius droht, nur Abschre­ckung könne den Krieg abwen­den. Diplo­ma­tie bleibt der Bun­des­re­gie­rung fremd. Kürz­lich alar­mierte sie der 28-Punkte-Plan. Da wollte sie mit­re­den, um das Schlimmste zu ver­hin­dern. Das Schlimmste ist für sie der Frie­den. Denn sie benö­tigt den Ukraine-Krieg, um Ängste vor Russ­land zu schü­ren und Bil­lio­nen­schul­den für die Auf­rüs­tung zu recht­fer­ti­gen. Aber bei Bil­dung, Gesund­heit und Woh­nungs­bau wird rück­sichts­los gekürzt. Die Armut wächst. Rüs­tungs­ak­tio­näre wer­den reich.
Wir erin­nern uns, dass in den letz­ten Jah­ren so gut wie alle Abrüs­tungs­ab­kom­men von den USA auf­ge­kün­digt wor­den sind. Vom ABM-Ver­trag zur Begren­zung von anti­bal­lis­ti­schen Rake­ten­ab­wehr­sys­te­men tra­ten die USA ein­sei­tig am 13. Juni 2002 zurück. Aus den INF-Ver­trä­gen stie­gen die USA am 1. Februar 2019 aus. Da ging es um die Nukle­ar­ra­ke­ten mit Reich­wei­ten zwi­schen 500 und 5.500 km.

Unter­des­sen erklär­ten Bun­des­kanz­ler Scholz und der dama­lige US-Prä­si­dent Biden am 10. Juli 2024, dass bis 2026 hier­zu­lande US-Mit­tel­stre­cken­waf­fen unter US-Kom­mando sta­tio­niert wer­den.
In Büchel lagern US-ame­ri­ka­ni­sche Atom­waf­fen. Die wer­den gegen­wär­tig abge­zo­gen und gegen moder­nere aus­ge­tauscht. Die Kriegs­vor­be­rei­tun­gen lau­fen auf Hoch­tou­ren. Nach dem Wil­len der Bun­des­re­gie­rung soll die Bun­des­wehr «kon­ven­tio­nell zur stärks­ten Armee Euro­pas» wer­den. Die NATO soll in die Lage ver­setzt wer­den, in Europa den gro­ßen Krieg zu füh­ren. Es wer­den schon die Opfer­zah­len kal­ku­liert.
Die Bun­des­wehr rech­net mit 300 toten Sol­da­ten pro Tag und mit 1.000 Ver­letz­ten, die täg­lich von der Front zur Behand­lung nach Deutsch­land gebracht wer­den müssten.

Ein Blick auf die Mili­tär­aus­ga­ben reicht, um die Frage zu beant­wor­ten, wer Grund hat, sich von wem bedroht zu füh­len:
So lagen die Mili­tär­aus­ga­ben der EU-Mit­glieds­staa­ten im Jahr 2024 ins­ge­samt bei 343,2 Mil­li­ar­den Euro. Die Rüs­tungs­aus­ga­ben der NATO belie­fen sich 2024 auf rund 1,6 Bil­lio­nen Euro.
Russ­land gab dem­ge­gen­über im mili­tä­ri­schen Bereich 127,9 Mil­li­ar­den Euro aus.
Das Ver­hält­nis der Mili­tär­aus­ga­ben von EU und Russ­land lag somit bei 2,7 zu 1, das der NATO und Russ­land sogar bei 12,5 zu 1.


Auf­ruf-Flug­blatt zur Demo «Nein zur Wehr­pflicht!» der WG Innen­stadt der DKP Köln.


Nein zur Wehr­pflicht! (wei­tere Fotos)