Rota­tion

Logo des Films Rotation aus dem Jahr 1949

Film­abend der DKP Köln Innenstadt

Mon­tag, den 15. Juni 2026 um 19:30 Uhr in der
Halle im Kar­täu­ser­wall 18, 50678 Köln. 

Ort:
Kur­zer Fuß­weg von den Hal­te­stel­len Chlod­wig­platz. Die Halle befin­det sich am Ende des kur­zen Weges hin­ter dem Kunst­haus Kat 18.

Rota­tion
DDR 1949
84 Min.
Regie: Wolf­gang Staudte
Der Film erzählt rück­bli­ckend das Leben eines deut­schen Arbei­ters in den Jah­ren 1920 bis 1945.


Rota­tion hatte am 16. Sep­tem­ber 1949 im Ber­li­ner Kino Baby­lon sowie zur Eröff­nung des ers­ten eige­nen Film­thea­ters der DEFA in der Kas­ta­ni­en­al­lee (eben­falls in Ber­lin) Pre­mière. Der Start im DDR-Fern­se­hen war am 30. April 1954. Die Erst­aus­strah­lung in der ARD erfolgte am 13. Mai 1958.


Dem Lexi­kon des inter­na­tio­na­len Films ist zu entnehmen: 

„Staud­tes Film ist eine rea­lis­tisch-kri­ti­sche Ana­lyse des unpo­li­ti­schen, klein­bür­ger­li­chen Oppor­tu­nis­ten und Mit­läu­fers, ohne den der Natio­nal­so­zia­lis­mus in Deutsch­land keine Chance gehabt hätte. Ein ein­drucks­vol­les, enga­gier­tes Zeitbild.“

Von Wolf­gang Staudte (1906–1984) stammt auch Die Mör­der sind unter uns aus dem Jahr 1946 der erste DEFA-Film und der erste Nach­kriegs­film über­haupt.
Den Film Rosen für den Staats­an­walt (1959) drehte er in der BRD und erhielt dafür den Bun­des­film­preis. Seine Ver­fil­mung des Romans Der Unter­tan von Hein­rich Mann aus dem Jahr 1951 durfte indes im Wes­ten fünf Jahre nicht und bis 1971 nur in einer zen­sier­ten Fas­sung gezeigt wer­den. Dem Drän­gen des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums wäh­rend der Dreh­ar­bei­ten zu Gift im Zoo 1952, eine Ver­pflich­tung zu unter­schrei­ben, künf­tig nicht mehr für die DEFA zu arbei­ten, gab er nicht nach.


Sein Urteil über die Film­in­dus­trie im Westen:

„Es ist schwer die Welt zu ver­bes­sern mit dem Geld von Leu­ten, die die Welt in Ord­nung finden.“