Grup­pen- und Kul­tur­abend der Gruppe Innen­stadt im Sep­tem­ber: Die Tage der Commune

Die DKP Gruppe Köln-Innen­stadt lädt ein:

Mon­tag, 21. Sep­tem­ber 2026, 19.30 Uhr  – Grup­pen­abend. Thema:
Halle Kar­täu­ser­wall 18 (Hin­ter­hof), 50678 Köln

Kul­tur­abend der DKP Köln-Innen­stadt im April 2026

Mon­tag, 20. April 2026, 19.30 Uhr

Halle Kar­täu­ser­wall 18 (Hin­ter­hof), 50678 Köln

Ber­tolt Brecht (* 10. Februar 1898) hat das Stück im Jahr 1949 geschrie­ben. Bis zu sei­nem Tod am 14. August 1956 ist es nicht auf­ge­führt worden.

1962 brach­ten Man­fred Wekwerth und Joa­chim Ten­schert es am Ber­li­ner Ensem­ble auf die Bühne. Wir sehen die Auf­zeich­nung des Deut­schen Fern­seh­funks (DDR) von 1966.

Zunächst erle­ben wir am 22. Januar 1871 ein Café in der Rue Pigalle im Pari­ser Stadt­teil Mont­martre. Es fol­gen Blüte und Unter­gang der fik­ti­ven Fami­lie Cabet und ihrer Freunde wäh­rend der 79 Tage der Pari­ser Commune.

Unter ande­rem spie­len mit: Ange­lica Dom­röse, Gisela May, Renate Rich­ter, Ekke­hard Schall, Hil­mar Thate und Peter Sodann.

Brecht hatte Benno Bes­son und Man­fred Wekwerth im Früh­jahr 1956 beauf­tragt, die Urauf­füh­rung des Stücks zu insze­nie­ren. Dafür war Karl-Marx-Stadt vor­ge­se­hen. Werk­werth berich­tet von täg­li­chen Tref­fen Ende Juli und Anfang August in Brechts Som­mer­haus in Buc­kow. Am 8. August war Eis­ler dabei. Brecht und Eis­ler strit­ten sich über die Ver­wen­dung der Musik im Stück.

Eis­ler meinte, Brecht sei es zum ersten­mal gelun­gen, „kuli­na­ri­sche Genüsse“ ohne Pole­mik zu beschreiben.

„Eis­ler nannte das Lied vom Père Joseph und sei­nem Ver­lan­gen, auch als armer Hund auf dem Schnitt­lauch zum Salat zu bestehen, ohne wel­chen ihm das Essen kei­nen Spaß machen würde.“ (Wekwerth)

Aus „Die Tage der Com­mune“ stammt die „Reso­lu­tion der Kom­mu­nar­den“:

„In Erwä­gung uns­rer Schwä­che machtet

Ihr Gesetze, die uns knech­ten solln.

Die Gesetze seien künf­tig nicht beachtet

In Erwä­gung,

dass wir nicht mehr Knecht sein wollen.

In Erwä­gung, dass ihr uns dann eben

Mit Geweh­ren und Kano­nen droht

Haben wir beschlos­sen: nun­mehr schlech­tes Leben

Mehr zu fürch­ten als den Tod.“ usw

Nicht nur der Pari­ser Kom­mune wird an run­den Jah­res­ta­gen gedacht.

„Er ist das ein­fa­che, das schwer zu machen ist – Brecht und der Kom­mu­nis­mus“, war der Titel einer zwei­tä­gi­gen inter­na­tio­na­len Kon­fe­renz (14./15. Okto­ber 2006), die anläss­lich des fünf­zigs­ten Todes­ta­ges Brechts getra­gen von „junge Welt“, dem Anti­eis­zeit­ko­mi­tee, dem kul­tur­po­li­ti­schen Forum der DKP und der Marx-Engels-Stif­tung im Thea­ter in Ber­lin-Karls­horst über die Bühne ging.

Die Mar­xis­ti­schen Blät­ter doku­men­tier­ten mit der Aus­gabe 1/2007 die Vor­träge, unter ande­rem den von Man­fred Wekwerth, der wohl zu den Anre­gern der Kon­fe­renz gehörte.

Klaus