Hände weg von Venezuela!


Erklä­rung der Deut­schen Kom­mu­nis­ti­schen Par­tei (DKP) zum Angriff der USA auf Venezuela

In der Nacht auf den 3. Januar hat die US-Luft­waffe Vene­zuela ange­grif­fen. Es gab meh­rere Explo­sio­nen sowohl in der Haupt­stadt Cara­cas als auch in ande­ren Orten. Ziele waren sowohl mili­tä­ri­sche Objekte und Flug­hä­fen als auch das Par­la­ment des Lan­des und der Präsidentenpalast.

US-Prä­si­dent Trump ver­kün­dete, dass der vene­zo­la­ni­sche Prä­si­dent Nicolás Maduro und seine Ehe­frau von US-Kräf­ten außer Lan­des gebracht wor­den seien. Die Vize-Prä­si­den­tin Vene­zue­las, Delcy Rodri­guez, bestä­tigte die ille­gale Ent­füh­rung. Der mili­tä­ri­sche Angriff der USA und die Ver­schlep­pung des legi­ti­men Prä­si­den­ten sol­len einen Staats­streich gegen die anti­im­pe­ria­lis­ti­sche vene­zo­la­ni­sche Regie­rung erzwin­gen. Das Außen­mi­nis­te­rium in Cara­cas hat ange­kün­digt, eine Sit­zung des Sicher­heits­rats der Ver­ein­ten Natio­nen zu beantragen.

Die DKP ver­ur­teilt die völ­ker­rechts­wid­rige und kri­mi­nelle Aktion der USA, durch die sie sich die welt­weit größ­ten Erd­öl­vor­räte aneig­nen wol­len und die sich auch unmit­tel­bar gegen alle fort­schritt­li­chen Regie­run­gen der Region – ins­be­son­dere gegen das sozia­lis­ti­sche Kuba – richtet.

Die DKP ver­ur­teilt ebenso die zahl­rei­chen wei­te­ren mili­tä­ri­schen Aggres­sio­nen Washing­tons gegen Vene­zuela. Bereits im Novem­ber hat­ten die USA ihren größ­ten Flug­zeug­trä­ger aus dem Mit­tel­meer vor die Küste Vene­zue­las ver­legt. Die vene­zo­la­ni­sche Regie­rung hatte des­we­gen bereits zuvor den Aus­nah­me­zu­stand aus­ge­ru­fen und das vene­zo­la­ni­sche Volk, alle sozia­len und poli­ti­schen Kräfte auf­ge­ru­fen, die Mobi­li­sie­rungs­pläne zu akti­vie­ren, um Sou­ve­rä­ni­tät und Frie­den zu gewährleisten.

Wäh­rend China, Russ­land, Kolum­bien, der Iran und viele wei­tere Län­der die völ­ker­rechts­wid­rige Aggres­sion des US-Impe­ria­lis­mus ver­ur­tei­len, schweigt die Bun­des­re­gie­rung bis­lang. Offen­bar möchte die Außen­po­li­tik des deut­schen Impe­ria­lis­mus einen gebüh­ren­den Platz in der „US-Sicher­heits­stra­te­gie“ ein­neh­men. Die DKP erklärt hin­ge­gen ihre Soli­da­ri­tät mit dem vene­zo­la­ni­schen Volk und sei­ner Regie­rung und ruft dazu auf, sich an öffent­li­chen Kund­ge­bun­gen und Aktio­nen zur Unter­stüt­zung Vene­zue­las zu betei­li­gen und diese zu organisieren.

Der Vor­sit­zende der DKP, Patrik Köbele, erklärte dazu: „Wir ver­ur­tei­len die neu­er­li­chen US-Aggres­sio­nen, die sich vor allem gegen Vene­zuela und Kuba rich­ten. Die völ­ker­rechts­wid­ri­gen Angriffe mit der Ent­füh­rung des Prä­si­den­ten Madu­ros unter­gra­ben die Sou­ve­rä­ni­tät Vene­zue­las und soll einen Regie­rungs­sturz in Cara­cas her­bei­füh­ren und die Insta­bi­li­tät in der Region för­dern. Wir drü­cken unsere Soli­da­ri­tät mit dem vene­zo­la­ni­schen Volk und sei­ner Regie­rung aus!“

Die DKP ruft zu Soli­da­ri­täts­ak­tio­nen auf. Sie sol­len auch Druck auf die Bun­des­re­gie­rung machen, die den völ­ker­recht­wid­ri­gen Angriff ver­ur­tei­len muss.

Die DKP bekräf­tigt ihre Mobi­li­sie­rung zum LLL-Wochen­ende vom 9. bis 11. Januar 2026 in Ber­lin. Die­ses soll ein Höhe­punkt der Soli­da­ri­tät mit dem Kampf Vene­zue­las gegen die impe­ria­lis­ti­sche Aggres­sion sein.

Essen, 3. Januar 2026


Pres­se­mit­tei­lung in der uz und eine Liste von Pro­test­kund­ge­bun­gen: Hände weg von Venezuela!