USA, USA, usw., usw. undsoweiter.…

Ein Refe­rat über die Kriege der USA

In sei­nem gleich­na­mi­gen Pro­gramm von 1965 berich­tet uns Wer­ner Fink von sei­ner Reise in die Usa u.a. folgendes:

Ich befand mich im 18. Stock und dachte, ich seh mal aus dem Fens­ter auf New York.
Was eine Ent­täu­schung: Ich sah nur auf die Wand eines höhe­ren Hau­ses! Und ich bemerkte, das die Leute auf dem Dach die­ses Hau­ses auch nur auf ein wei­te­res Haus sehen. Das ist New York, und das wollte ich ein­mal zur Spra­che brin­gen- ein aus­sichts­lo­ses Unternehmen.

Der Oberste Feld­herr der Ver­ei­nig­ten Lakota- Sioux That­hanka Iyo­take (Sit­ting Bull) meinte ein­mal über den zivi­li­sa­to­ri­schen Fort­schritt ala USA usw.:

Der weiße Mann kann nur in der Erde herumkratzen!

Über die impe­ria­lis­ti­sche Moral der USA usw. schrieb die „Junge Welt“ so treffend:

Das ist die Grund­re­gel der regel­ba­sier­ten Welt­ord­nung, was wir wol­len, müs­sen wir auch bekommen.

Die Heu­che­lei der USA usw. durch­schaut auch die „Jeune Afri­que“, Jun­ges Afrika:

Der glo­bale Wes­ten nimmt sich wie selbst­ver­ständ­lich alles, was er braucht, und nennt das Men­schen­rechte durch­set­zen. Der Chef sind dabei die USA!

Der Ukrai­ne­krieg setzte der Illu­sion der EU, als Rump­f­eu­ropa ohne Russ­land, den USA auf glo­ba­ler Ebene Kon­kur­renz machen zu kön­nen, ein glanz­lo­ses Ende.
Die USA ver­bo­ten nach­drück­lich die Gas­ein­fuh­ren von den Bösen, ersetz­ten sie durch mehr­fach teu­re­res Frack­ing­gas, zogen Indus­trie ab und besetz­ten das ver­lo­rene euro­päi­sche Ter­rain in der Welt­wirt­schaft. Die USA sind der Gewin­ner des von ihnen 2014 ini­zi­ir­ten Kon­flikts, EU und die Ukraine die trau­ri­gen Ver­lie­rer.
Aller­dings trägt die schritt­weise Abkopp­lung von der 85%-Weltmehrheit durch aus­ufernde Sank­tio­nen und dem Schü­ren wei­te­rer Kriege nicht gerade dazu bei, wirk­lich von einem Sieg zu reden. Die Zeit des Wes­tens als mono­li­thi­sche Kraft unter Füh­rung der all­mäch­ti­gen USA ist defi­ni­tiv vor­bei, die uni­la­te­rale Welt­ord­nung mit Regeln nur zum eige­nen Vor­teil, geht so lang­sam in die Geschichte ein.
Der kol­lek­tive Wes­ten wird der­zeit nur noch von Pro­pa­ganda und dem mora­li­schen Band der Dau­er­ent­rüs­tung gehal­ten- trans­at­lan­ti­scher Irra­tio­na­lis­mus, impe­riale Selbst­über­schät­zung und öko­no­mi­sche Dumm­heit las­sen ihn zuse­hens in die selbst- ver­schul­dete Iso­la­tion absin­ken. „Mann Got­tes, ihr seid kaum 15% der Mensch­heit!“, sagt ein indi­scher Pas­sant einem west­li­chen Jour­na­lis­ten in einem Tele­gram-Meme.
Mit den unsterb­li­chen Wor­ten des sprach­ge­wal­ti­gen Gio­vanni Tra­pat­toni gespro­chen:
Rump­f­eu­ropa und Rump­fukraine sind halbe Fla­sche leer. Ein afri­ka­ni­scher Witz sagt: „Frau Baer­bock ist die beste Außen­mi­nis­te­rin, die die USA je hat­ten“. USA, wer sol­che Freunde hat, braucht gar keine Feinde mehr, sagt Noam Chom­ski, der vor dem Ende der Mensch­heit warnt, sollte die unhei­lige Alli­anz von Neo­cons, Neo­libs und dem mili­tä­risch indus­tri­el­len Kom­plex wei­ter die Welt in den Griff bekom­men.
Die Gefahr ist groß, da diese Art von Glo­ba­li­sie­rung die Men­schen in den west­li­chen Län­dern den Rech­ten in die Arme treibt.
Man kann aber ein­deu­tig fest­hal­ten, das sich das Anse­hen des glo­ba­len Wes­tens, allen voran der USA, Isra­els und der gesam­ten Nato nach post­ko­lo­nia­len Roh­stoff­krie­gen, ein­sei­ti­gen Wirt­schafts­ab­kom­men, die an Erpres­sung gren­zen, pro­vo­zier­ten Kon­flik­ten und dem Völ­ker­mord in Gaza, vor­al­lem im glo­ba­len Süden im freien Fall befin­det. Die Nato löst Pro­bleme, die ihre Exis­tenz erst erzeugte, meint der geäch­tete Öko­nom und Ver­tre­ter des Rea­lis­mus, John Mers­hei­mer. Und Chas Free­mann, US-Exbot­schaf­ter meinte unlängst, das sein Land eher einer Plu­to­kra­tie glei­che, als einer Demo­kra­tie. Der bel­o­rus­si­sche Prä­si­dent Lukan­schenko bezeich­net die USA usw. als „die Toll­wü­ti­gen“.
Hinzu kommt, das der west­li­che Anteil an der Welt­wirt­schaft seit den 70ziger Jah­ren mas­siv gesun­ken ist. Einst kon­trol­lier­ten alleine die USA gute 50%, heute sind es, USA und EU zusam­men noch knappe 30%. Beide wur­den über­holt, der Anteil der BRICS-Staa­ten liegt aktu­ell bei rund 32%.

Das Thema USA ist der­mas­sen viel­schich­tig und vol­ler Wider­sprü­che, vol­ler Kul­tur, Musik und Inno­va­tion, aber auch vol­ler Gewalt. Genos­sin Yvonne hat bereits den Gefäng­nis-indus­tri­el­len Kom­plex abge­ar­bei­tet. Ein wei­te­rer Bereich ist der mili­tä­risch-indus­tri­elle Kom­plex, dem- und das wis­sen wir nicht zuletzt durch die Erkennt­nisse von Julien Assange- jeder Krieg recht kommt. Ja, die USA leben vom Krieg.
Und des­halb begin­nen wir mit ihren Krie­gen. Jeden ein­zel­nen auf­zu­zäh­len geht kaum, viele kann man aber zusam­men­fas­sen, wie die Völ­ker­mord­kriege gegen die India­ner.
Vor und in den ers­ten 100 ihrer Exis­tenz sind da eben zunächst ein­mal die India­ner-kriege, 1607–1890, zu nen­nen, eine humane For­mu­lie­rung für Völ­ker­mord.
Sofort nach der Grün­dung von Jame­s­town 1607 begann der erste Kolo­ni­al­krieg gegen die India­ner­na­tio­nen. 1620 gegen die Powhat­tan, einer För­de­ra­tion aus mehr als 30 Stäm­men. Die Poca­hon­tas-Legende enstammt die­ser Zeit. Die Powhat­tan-Nation konnte erst 20 Jahre spä­ter besiegt wer­den.
1634 pro­vo­zierte man den Krieg gegen die Pequot in Süd­neu­eng­land. Der Stamm wehrte sich mit blu­ti­gen Mas­sa­kern, erlag aber in der voll­stän­di­gen Ver­nich­tung.
An ihn erin­nern nur noch Namen, wie der des Schif­fes in Her­mann Mel­vil­les Mobby Dick. Da waren es also schon meh­rere Völ­ker­morde, denen noch viele folg­ten.
1677–1775 folgte die rück­sichts­lose Land­weg­nahme auf­grund der Abwer­tung der Urein­woh­ner vor allem durch die Bri­ten, als „Wilde“. Haupt­ver­bün­dete waren dabei die ein­ge­schlepp­ten Seu­chen, wie Pocken oder die Grippe.

1775–1814: Die India­ner­kriege im Alten Nord­wes­ten. In diese Zeit fällt auch der Unab­hän­gig­keits­krieg der 13 Kolo­nien gegen Groß­bri­ta­nien, 1775–1783.
1776 erfolgte die Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung, 1778 griff Fankreich auf sei­ten der jun­gen USA ein und 1783 endete der Krieg for­mell mit dem Frie­den von Paris.
Der Kampf gegen die uner­wünsch­ten India­ner, die „Rot­häute“ ging wei­ter, für sie gal­ten die schö­nen neuen Errun­gen­schaf­ten der skla­ven­hal­ten­den Ost­küs­ten-Krä­mer nicht. Bereits ab 1774 tobte der Krieg gegen die Shaw­nees und Miamis, die erst 1786 unter­wor­fen wur­den und große Gebiete abtre­ten muss­ten. Gleich­zei­tig mit der Geburt der USA hatte der große Zug nach Wes­ten begon­nen, wur­den ab 1800 die Pata­wa­toni, die Dela­wares u.v.a. ver­drängt und dezi­miert. Dem Shaw­nee- Anfüh­rer Tecum­seh gelang es, eine alle Stämme des mitt­le­ren Wes­tens zusam­men­schlie­ßende Natio­nen­för­de­ra­tion zu bil­den, die aber in der Schlacht bei Tip­pe­ca­noe 1811 ein Ende fand. Tecum­seh kämpfte dann noch im Bri­tisch-Ame­ri­ka­ni­schen Krieg 1812–1814, auch zwei­ter Unab­hän­gig­keits­krieg genannt, floh dann nach Kanada, wo er fiel.
Per­fide ist, das z.B. die Che­ro­kee bereits 1785 einen Frie­dens­ver­trag mit Jef­fer­son abge­schlos­sen hat­ten, nach­dem des­sen US-Trup­pen ihnen blu­tig zuge­setzt hat­ten, all diese Ver­träge aber zynisch gebro­chen wur­den. North Caro­lina erklärte etwa gleich­zei­tig die Aus­lö­schung der Che­ro­kee zur hei­li­gen Pflicht!

1801–1809 begann der West­land­krieg um wei­tere Gebiete. 1803 wurde Loui­sana von Frank­reich an die USA ver­kauft, 1804–1806 gelan­gen die gro­ßen „Ent­de­ckun­gen“ im fer­nen Wes­ten, den Rocky Moun­ta­ins und der West­küste. Die ers­ten, die das Terain befie­len, waren die Pelz­händ­ler, bes­ser Han­dels­kon­zerne, wie die von John Jacob Astor gegrün­dete Ame­ri­can Fur Com­pany. 1814–1837: Andrew Jack­son, Prä­si­dent von 1829–1837 führte die Völ­ker­mord­kriege gegen die Ame­ri­cas mit Hilfe von Ver­trei­bungs­pro­gram­men, der umfang­rei­chen bru­ta­len Umsied­lung der India­ner.
Mit dem „Indian Remove Act“ von 1830 konn­ten Che­ro­kee, Creek, Chock­taw, Semi­nole und andere Völ­ker umstands­los ver­trie­ben wer­den. Berühmt ist der „Pfad der Trä­nen“, bei dem rund ein Vier­tel der 25.000 umzu­sie­deln­den Chock­taw star­ben.
Ebenso erging es den Creek. Die Ver­trei­bung der Chi­cke­saw 1837 erwies sich als schwie­ri­ger, viele tau­send wei­ger­ten sich und konn­ten im Osten unter­tau­chen.
Im Süd­wes­ten führ­ten US-Sied­ler bereits seit 1821 die Texa­ni­schen India­ner­kriege.
In der Folge wur­den die Stämme der Ton­kawa und Karan­kawa defacto aus­ge­rot­tet.
Von vor 1820 rund 20.000 über­leb­ten nur wenige Hun­dert, denen die Flucht nach Mexiko gelang. Aus der Schar der Anders­den­ken­den sei der erste Prä­si­dent der Repu­blik Texas, Sam Hous­ton genannt, der in sei­nen bei­den Amts­zei­ten jedes­mal, aber nach­hal­tig ver­geb­lich, den Kurs gegen­über den Urein­woh­nern in Rich­tung Aus­gleich zu ändern ver­suchte. Die Kriege gegen die India­ner nah­men bis 1860 eher noch Fahrt auf. 300.000 Köpfe zählte die indi­gene Popu­la­tion zu Zei­ten der mexik­an­si­chen Mis­sion in Kali­for­nien. Nach dem Mexi­ka­nisch-Ame­ri­ka­ni­schen Krieg (1846–1848), indem der US-Prä­si­dent James Polk die Aus­deh­nung nach Süd­wes­ten mit allen Mit­teln vor­an­trieb, waren es noch knapp die Häfte. Der Tex-Mex-Krieg endete nach der zwi­schen­zeit­li­chen Beset­zung von Mexiko-Stadt im Ver­trag von Gua­d­a­lupe-Hidalgo 1848. Mexiko musste große Gebiete abtre­ten. Die India­ner­kriege gin­gen wei­ter, die größte Welle kommt noch.
Aber wir wol­len die hier bis­lang nicht genann­ten, oft par­al­lel geführ­ten US-Kriege nicht über­ge­hen. Sie gehö­ren zur Liste.

1801–1805 und 1815: Der Ame­ri­ka­nisch-Tri­po­li­ta­ni­sche und der Zweite Bar­bar­esken-Krieg. Zwei, auch im euro­päi­schen Inter­esse geführte Kriege gegen die nord­afri­ka­ni­sche Gemein­schaft von Algier, Tunis und Tri­po­lis um die Befrei­ung der Han­dels­rou­ten von der Pira­te­rie.
Am 2.12.1823 ver­kün­dete US-Prä­si­dent James Mon­roe, die nach ihm benannte Dok­trin der Nicht­ein­mi­schung in die Belange der bei­den Hemi­sphä­ren. „Ame­rika den Ame­ri­ka­nern“ begüns­tigte zunächst die Latein­ame­ri­ka­ni­schen Befrei­ungs­be­we­gun­gen.
Aber sie begrün­dete auch den „Dol­lar­im­pe­ria­lis­mus“, der bis heute den Rest des Dop­pel­kon­ti­nents als sei­nen Hin­ter­hof ansieht.
Die bei­den Kriege gegen Groß­bri­ta­nien und gegen Mexiko hat­ten wir ja schon.
1856 wurde ein inter­ner Krieg, Jahre vor dem Bür­ger­krieg gegen die Mor­mo­nen geführt, der soge­nannte Utah-Krieg. Er zwang die Mor­mo­nen die welt­li­che Macht an die Zen­tral­re­gie­rung abzu­ge­ben.
Die Jahre 1860–1890 wer­den im Beson­de­ren geprägt vom Ame­ri­ka­ni­schen Bür­ger­krieg (1861–1865), indem der kapi­ta­lis­ti­sche Nor­den über die rura­len Skla­ver­hal­ter des Südens siegte. Im All­ge­mei­nen aber auch von den Gro­ßen India­ner­krie­gen, der weit­ge­hen­den Völ­ker­mord­voll­endung. Der Umgang mit den Nati­ves ist ein gro­ßer wun­der Punkt in der Geschichte der demo­kra­ti­schen USA.
Auch wäh­rend des Bür­ger­kriegs ging der Völ­ker­mord unge­bro­chen wei­ter, dezi­mier­ten und ver­trie­ben unzäh­lige Kriegs­hand­lun­gen die Völ­ker der Coman­che, Apa­che, Kiowa, der zahl­rei­chen Sioux-Stämme der gro­ßen Lako­tana­tion. Den letz­te­ren gelang einer der weni­gen spek­ta­ku­lä­ren Siege über die US-Armee. Im Som­mer 1876 schlug ein ver­ei­nig­tes Heer der Lakota und Dakota unter Füh­rung des Sioux-Hunk­papa Befehls­ha­bers That­hanka Iyo­take eine Kava­le­rie­ein­heit unter Gene­ral Cus­ter am Little Big Horn in Mon­tana ver­nich­tend. Drei große Kriegs­ver­bre­chen der US-Trup­pen dür­fen dabei aber auch nicht ver­ges­sen wer­den: 1864, Sand-Creek-Mas­sa­ker an den Che­yenne und Ara­paho, 1868, Angriff am Wachita auf ein wehr­lo­ses Che­yenne-Dorf, und natür­lich das Mas­sa­ker am Woun­ded Knee an den Dakota in der Pine Rigde Reser­va­tion. 1973 besetz­ten bewaff­nete Sioux-Oglalla-Akti­vis­ten vom Ame­ri­can Indian Move­ment den Ort- und wur­den nie­der­ge­schla­gen. Aber seit­dem steht Woun­ded Knee auch für den fort­dau­ern­den Wider­stand gegen die Besat­zung. Heute leben übri­gens noch rund 400 Dakota auf den 2,8 Qua­drat­ki­lo­me­tern der Reser­va­tion.
In all die­sen unter dem Label „India­ner­kriege“ zusam­men­ge­fass­ten Geno­zi­den und Land­weg­nah­men wur­den die Urein­woh­ner auf weni­ger als 250.000 zusam­men-geschos­sen. 130 Jahre spä­ter bezeich­nen sich wie­der über 5 Mil­lio­nen US-Ame­ri­ka­ner als Native Ame­ri­cans, etwa die Hälfte gel­ten als eth­ni­sche Urein­woh­ner- und kämp­fen wei­ter um ihre Rechte in etli­chen sozia­len Bewe­gun­gen. Übri­gens wer­den die Ver­drän­gungs- und Ver­nich­tungs­kriege der USA in der west­li­chen Öffent­lich­keit immer noch nicht als das ange­se­hen, was sie waren:
Ein durch nichts ent­schuld­ba­rer Völ­ker­mord aus nie­de­ren Motiven!

Fast ver­ges­sen wurde jetzt der nicht erklärte See­krieg zwi­schen den USA und Frank­reich 1798–1800, der „Quasi-Krieg“, in dem die US-Marine über die fran­zö­si­schen Frei­beu­ter siegte. Wei­ter geht’s in unse­rer Auf­lis­tung:
April- August 1898- Spa­nisch-Ame­ri­ka­ni­scher Krieg, wo die USA zunächst an der Seite des kuba­ni­schen Wider­stan­des gegen die spa­ni­sche Besat­zung stan­den, dann aber nach dem Sieg Kuba selbst besetz­ten und ab 1901 zu ihrer Kolo­nie mach­ten.
Juni 1898- Juli 1902- Phil­ip­pi­nisch-Ame­ri­ka­ni­scher Krieg. Die Phil­ip­pi­nen wer­den bis nach dem 2. Welt­krieg US-Pro­tek­to­riat.
August 1898- Beset­zung und Anne­xion des König­reichs Hawai.
Dezem­ber 1898- Nach dem Krieg gegen Spa­nien wird Puerto-Rico enpas­sant ein­fach krie­ge­risch annek­tiert.
1899–1901- Erfolg­rei­che Betei­li­gung an der Nie­der­schla­gung des Boxer­auf­stan­des und Beset­zung chi­ne­si­scher Gebiete.
März 1903- Nie­der­schla­gung revo­lu­tio­nä­rer Unru­hen in Hon­du­ras. Direkte mli­tä­ri­sche und poli­ti­sche Ein­mi­schung.
Novem­ber 1903- Aktiv betrie­bene Abspal­tung Pana­mas von Kolum­bien, Volle US-Kon­trolle über den Pana­ma­ka­nal.
1905- Ein­mi­schung in die Belange der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik im Rah­men eines
Schul­den­streits mit euro­päi­schen Staa­ten- Über­nahme der kom­plet­ten Finanz­ver­wal­tung. Sta­tio­nie­rung von Besat­zungs­trup­pen.
1906–1909 erfolg­ten meh­rere Mili­tär­in­ter­ven­tio­nen zur Nie­der­hal­tung der Unab­hän­gig­keits­be­stre­bun­gen auf Kuba. Die Insel wird zum Bor­dell und Kri­mi­nel­len-para­dies der USA.
1907- Erneute Inter­ven­tion im Hin­ter­hof Latein­ame­rika in Hon­du­ras zwecks Errich­tung wei­te­rer Mili­tär­ba­sen. Angeb­lich wollte man den Krieg von Hon­du­ras gegen Nica­ra­gua bei­le­gen.
1909–1925- US-Mili­tär­in­ter­ven­tion in Nica­ra­gua. Mili­tä­ri­sches Ein­grei­fen in inner­po­lit­sche Aus­ein­an­der­set­zun­gen, aus­schließ­lich im eige­nen Inter­esse.
1912 wird Nica­ra­gua der US-Finanz- und Mili­tär­kon­trolle unter­stellt.
1916 erzwin­gen die USA gewalt­sam das Recht auf Mili­tär­ba­sen.
1911–1925- Erneu­ter Krieg gegen Hon­du­ras um die Auf­recht­erhal­tung des US-Bana­nen­mo­no­pols.
1914–1915- Bewaff­nete Ein­mi­schung in den Mexi­ka­ni­schen Bür­ger­krieg zur Pro­tek­tion der Regie­rung Car­ranzas.
1915–1934- Die voll­stän­dige Beset­zung Hai­tis und Unter­stel­lung als Pro­tek­to­riat.
1916–1917- US-ame­ri­ka­ni­sche Straf­ex­pe­di­tion in Mexiko. Sie rich­te­ten sich vor­wie­gend gegen die revo­lu­tio­nä­ren Trup­pen des Pancho Villa. Im Zuge des­sen wurde min­des­tens ein Mas­sa­ker an Zivi­lis­ten in einer Klein­stadt ver­übt.
1916–1924- Beset­zung der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik.
1917–1919- Teil­nahme der USA am 1. Welt­krieg in Europa auf Sei­ten der Entente.
Gleich­zei­tig: Mili­tär­in­ter­ven­tion in Kuba.
1918–1920- Inter­ven­tion an der Seite der Wei­ßen Armee gegen die Bol­sche­wiki.
1919 ver­hin­dert eine bru­tale Mili­tär­in­ter­ven­tion eine Revo­lu­tion in Hon­du­ras.
Diese gewalt­sa­men Ein­mi­schun­gen, z.B. im Vor­feld von Wah­len, gin­gen bis 1924.
Im Sep­tem­ber 1924 lan­den US-Streit­kräfte in China, um Aus­län­der vor Unru­hen zu schüt­zen. Über­griffe gegen die chi­ne­si­sche Bevöl­ke­rung.
Das Spiel wie­der­holte sich ab Janu­ar­1925- August 1925 mehr­mals.
Ebenso das per­ma­nente mili­tä­ri­sche Ein­grei­fen in Hon­du­ras und Nica­ra­gua
1925 bis 1933. Quasi 2–3 Inter­ven­tio­nen pro Jahr.
1928 wird erst­ma­lig im Bri­and-Kel­log-Pakt zwi­schen den USA, Frank­reich und etli­chen ande­ren der Angriffs­krieg zum Zwe­cke der Ein­ver­lei­bung von Ter­ri­to­rium und der Ein­mi­schung völ­ker­recht­lich geächtet.

Dezem­ber 1941 tre­ten die USA in den 2. Welt­krieg ein. Er endet im August 1945 mit der Kapi­tu­la­tion Japans nach zwei Atom­bom­ben­ab­wür­fen auf Hiro­shima und Naga­saki. Im Grunde Kriegsverbrechen.

Dem ver­stor­be­nen Peter Stru­tyn­ski vom Netz­werk Frie­dens­ko­ope­ra­tive ver­dan­ken wir eine voll­stän­dige Liste aller Mili­tär­ope­ra­tio­nen der USA nach 1945–1999, 105 vom Korea- bis zum Kosovokrieg.

US-Mili­tär­ein­sätze nach dem Zwei­ten Welt­krieg:
Korea-Krieg: 27. Juni 1950 bis 27. Juli 1953
Suez-Krise: Ägyp­ten, 26. Juli 1956 bis 15. Novem­ber 1956
Ope­ra­tion «Blue Bat»: Liba­non, 15. Juli 1958 bis 20. Okto­ber 1958
Tai­wan-Straße: 23. August 1958 bis 1. Juni 1963
Kongo: 14. Juli 1960 bis 1. Sep­tem­ber 1962
Ope­ra­tion «Tail­wind»: Laos, 1970
Ope­ra­tion «Ivory Coast/Kingoin»: Nord­viet­nam, 21. Novem­ber 1970
Ope­ra­tion «End­weep»: Nord­viet­nam, 27. Januar 1972 bis 27. Juli 1973
Ope­ra­tion «Line­backer I»: Nord­viet­nam, 10. Mai 1972 bis 23. Okto­ber 1972
Ope­ra­tion «Line­backer II»: Nord­viet­nam, 18. Dezem­ber 1972 bis 29. Dezem­ber 1972
Ope­ra­tion «Pocket Money»: Nord­viet­nam, 9. Mai 1972 bis 23. Okto­ber 1972
Ope­ra­tion «Free­dom Train»: Nord­viet­nam, 6. April 1972 bis 10. Mai 1972
Ope­ra­tion «Arc Light»: Süd­ost­asien, 18. Juni 1965 bis April 1970
Ope­ra­tion «Rol­ling Thun­der»: Süd­viet­nam, 24. Februar 1965 bis Okto­ber 1968
Ope­ra­tion «Ranch Hand»: Süd­viet­nam, Januar 1962 bis Januar 1971
Kuba-Krise: welt­weit, 24. Okto­ber 1962 bis 1. Juni 1963
Ope­ra­tion «Power­pack»: Domi­ni­ka­ni­sche Repu­blik, 28. April 1965 bis 21. Sep­tem­ber 1966
Sechs-Tage-Krieg: Mitt­le­rer Osten, 13. Mai 1967 bis 10. Juni 1967
Ope­ra­tion «Nickel Grass»: Mitt­le­rer Osten, 6. Okto­ber 1973 bis 17. Novem­ber 1973
Ope­ra­tion «Eagle Pull»: Kam­bo­dscha, 11. April 1975 bis 13. April 1975
Ope­ra­tion «Free­quent Wind»: Eva­ku­ie­rung in Süd­viet­nam, 26. April 1975
bis 30. April 1975
Ope­ra­tion «Maya­guez»: Kam­bo­dscha, 15. Mai 1975
Ope­ra­tio­nen «Eagle Claw/Desert One»: Iran, 25. April 1980
El Sal­va­dor, Nika­ra­gua: 1. Januar 1981 bis 1. Februar 1992
Ope­ra­tion «Golf von Sidra»: Libyen, 18. August 1981
US-Mul­ti­na­tio­nal Force: Liba­non, 25. August 1982 bis 11. Dezem­ber 1987
Ope­ra­tion «Urgent Fury»: Gre­nada, 23. Okto­ber 1982 bis 21. Novem­ber 1983
Ope­ra­tion «Attain Docu­ment»: Libyen, 26. Januar 1986 bis 29. März 1986
Ope­ra­tion «El Dorado Can­yon»: Libyen, 12. April 1986 bis 17. April 1986
Ope­ra­tion «Blast Fur­nace»: Boli­vien, Juli 1986 bis Novem­ber 1986
Ope­ra­tion «Ernest Will»: Per­si­scher Golf, 24. Juli 1987 bis 2. August 1990
Ope­ra­tion «Pray­ing Man­tis»: Per­si­scher Golf, 17. April 1988 bis 19. April 1988
Ope­ra­tion «Just Cause»: Panama, 20. Dezem­ber 1989 bis 31. Januar 1990
Ope­ra­tion «Nim­rod Dancer»: Panama, Mai 1989 bis 20. Dezem­ber 1989
Ope­ra­tion «Pro­mote Liberty»: Panama, 31. Januar 1990
Ope­ra­tion «Ghost Zone»: Boli­vien, März 1990 bis 1993
Ope­ra­tion «Sharp Edge»: Libe­ria, Mai 1990 bis 8. Januar 1991
Ope­ra­tion «Desert Fare­well»: Süd­west-Asien, 1. Januar 1992 bis 1992
Ope­ra­tion «Desert Calm»: «Süd­west-Asien, 1. März 1991 bis 1. Januar 1992
Ope­ra­tion «Desert Shield»: 2. August 1990 bis 17. Januar 1991
Ope­ra­tion «Desert Storm»: Irak, 17. Januar 1991 bis 28. Februar 1991
Ope­ra­tion «Eas­tern Exit»: Soma­lia, 2. Januar 1991 bis 11. Januar 1991
Ope­ra­tion «Pro­duc­tiv Effort/Sea Angel»: Ban­gla­desh, Mai 1991 bis Juni 1991
Ope­ra­tion «Fiery Vigil»: Phil­ip­pi­nen, 1. bis 30. Juni 1991
Ope­ra­tion «Vic­tor Squared»: Haiti, 1. bis 30. Sep­tem­ber 1991
Ope­ra­tion «Quick Lift»: Zaïre, 24. Sep­tem­ber 1991 bis 7. Okto­ber 1991
Ope­ra­tion «Sil­ver Anvil»: Sierra Leone, 2. Mai 1992 bis 5. Mai 1992
Ope­ra­tion «Distant Run­ner»: Ruanda, 9. April 1994 bis 15. April 1994
Ope­ra­tio­nen «Quiet Resolve»/«Support Hope»: Ruanda, 22. Juli 1994 bis 30. Sep­tem­ber 1994
Ope­ra­tion «Uphold/Restore Demo­cracy»: Haiti, 19. Sep­tem­ber 1994 bis 31. März 1995
Ope­ra­tion «United Shield»: Soma­lia, 22. Januar 1995 bis 25. März 1995
Ope­ra­tion «Assu­red Response»: Libe­ria, April 1996 bis August 1996
Ope­ra­tion «Quick Response»: Zen­tral­afri­ka­ni­sche Repu­blik, Mai 1996 bis August 1996
Ope­ra­tion «Guar­dian Assis­tance»: Zaïre/Ruanda/Uganda, 15. Novem­ber 1996 bis 27. Dezem­ber 1996
Ope­ra­tion «Paci­fic Haven/Quick Tran­sit»: Irak – Guam, 15. Sep­tem­ber 1996 bis 16. Dezem­ber 1996
Ope­ra­tion «Guar­dian Retrie­val»: Kongo, März 1997 bis Juni 1997
Ope­ra­tion «Noble Obe­lisk»: Sierra Leone, Mai 1997 bis Juni 1997
Ope­ra­tion «Bevel Edge»: Kam­bo­dscha, Juli 1997
Ope­ra­tion «Noble Response»: Kenia, 21. Januar 1998 bis 25. März 1998
Ope­ra­tion «She­p­herd Ven­ture»: Gui­nea-Bis­sau, 10. Juni 1998 bis 17. Juni 1998
Ope­ra­tion «Infi­nite Reach»: Sudan/Afghanistan, 20. bis 30. August 1998
Ope­ra­tion «Gol­den Phe­a­sant»: Hon­du­ras, ab März 1988
Ope­ra­tion «Safe Bor­der»: Peru/Ekuador, ab 1995
Ope­ra­tion «Laser Strike»: Süd­afrika, ab 1. April 1996
Ope­ra­tion «Ste­ady State»: Süd­ame­rika, 1994 bis April 1996
Ope­ra­tion «Sup­port Jus­tice»: Süd­ame­rika, 1991 bis 1994
Ope­ra­tion «Wipeout»: Hawaii, ab 1990
Ope­ra­tion «Coro­net Oak»: Zen­tral- und Süd­ame­rika, Okto­ber 1977 bis 17. Februar 1999
Ope­ra­tion «Coro­net Night­hawk»: Zen­tral- und Süd­ame­rika, ab 1991
Ope­ra­tion «Desert Fal­con»: Saudi Ara­bien, ab 31. März 1991
Ope­ra­tion «Nor­t­hern Watch»: Kur­di­stan, ab 31. Dezem­ber 1996
Ope­ra­tion «Pro­vide Com­fort»: Kur­di­stan, 5. April 1991 bis Dezem­ber 1994
Ope­ra­tion «Pro­vide Com­fort II»: Kur­di­stan, 24. Juli 1991 bis 31. Dezem­ber 1996
Ope­ra­tion «Vigi­lant Sen­tine I»: Kuwait, ab August 1995
Ope­ra­tion «Vigi­lant War­rior»: Kuwait, Okto­ber 1994 bis Novem­ber 1994
Ope­ra­tion «Desert Focus»: Saudi Ara­bien, ab Juli 1996
Ope­ra­tion «Phoe­nix Scor­pion I»: Irak, ab Novem­ber 1997
Ope­ra­tion «Phoe­nix Scor­pion II»: Irak, ab Februar 1998
Ope­ra­tion «Phoe­nix Scor­pion III»: Irak, ab Novem­ber 1998
Ope­ra­tion «Phoe­nix Scor­pion IV»: Irak, ab Dezem­ber 1998
Ope­ra­tion «Desert Strike»: Irak, 3. Sep­tem­ber 1996; Cruise Mis­sile-Angriffe: Irak, 26. Juni 1993, 17. Januar 1993, Bom­bar­de­ments: Irak, 13. Januar 1993
Ope­ra­tion «Desert Fox»: Irak, 16. Dezem­ber 1998 bis 20. Dezem­ber 1998
Ope­ra­tion «Pro­vide Pro­mise»: Bos­nien, 3. Juli 1992 bis 31. März 1996
Ope­ra­tion «Decisive Enhance­ment»: Adria, 1. Dezem­ber 1995 bis 19. Juni 1996
Ope­ra­tion «Sharp Guard»: Adria, 15. Juni 1993 bis Dezem­ber 1995
Ope­ra­tion «Mari­time Guard»: Adria, 22. Novem­ber 1992 bis 15. Juni 1993
Ope­ra­tion «Mari­time Moni­tor»: Adria, 16. Juli 1992 bis 22. Novem­ber 1992
Ope­ra­tion «Sky Moni­tor»: Bos­nien-Her­ze­go­wina, ab 16. Okto­ber 1992
Ope­ra­tion «Deli­be­rate Forke»: Bos­nien-Her­ze­go­wina, ab 20. Juni 1998
Ope­ra­tion «Decisive Edeavor/Decisive Edge»: Bos­nien-Her­ze­go­wina, Januar 1996 bis Dezem­ber 1996
Ope­ra­tion «Deny Flight»: Bos­nien, 12. April 1993 bis 20. Dezem­ber 1995
Ope­ra­tion «Able Sen­try»: Ser­bien-Maze­do­nien, ab 5. Juli 1994
Ope­ra­tion «Nomad Edea­vor»: Tas­zar, Ungarn, ab März 1996
Ope­ra­tion «Nomad Vigil»: Alba­nien, 1. Juli 1995 bis 5. Novem­ber 1996
Ope­ra­tion «Quick Lift»: Kroa­tien, Juli 1995
Ope­ra­tion «Deli­be­rate Force»: Repu­blika Srpska, 29. August 1995 bis 21. Sep­tem­ber 1995
Ope­ra­tion «Joint Forge»: ab 20. Juni 1998
Ope­ra­tion «Joint Guard»: Bos­nien-Her­ze­go­wina, 20. Juni 1998
Ope­ra­tion «Joint Edea­vor»: Bos­nien-Her­ze­go­wina, Dezem­ber 1995 bis Dezem­ber 1996
Ope­ra­tion «Deter­mi­ned Effort»: Bos­nien, Juli 1995 bis Dezem­ber 1995
Ope­ra­tion «Deter­mi­ned Fal­con»: Kosovo/Albanien, 15. Juni 1998 bis 16. Juni 1998
Ope­ra­tion «Eagle Eye»: Kosovo, 16. Okto­ber 1998 bis 24. März 1999
Ope­ra­tion «Sus­tain Hope/Allied Har­bour»: Kosovo, ab 5. April 1999
Ope­ra­tion «Shi­ning Hope»: Kosovo, ab 5. April 1999
Ope­ra­tion «Cobalt Flash»: Kosovo, ab 23. März 1999
Ope­ra­tion «Deter­mi­ned Force»: Kosovo, 8. Okto­ber 1998 bis 23. März 1999

Recher­che­ba­sis FAS, Washing­ton
Aus: Frei­tag, Nr. 43, 19. Okto­ber 2001

Die Kriege der USA ab 2000:
Nov.2001-Aug.2021- Ope­ra­tion Endu­ring Free­dom, Über­fall auf Afgha­ni­stan, Beset­zung und Instal­lie­rung einer Mario­net­ten­re­gie­rung. Per­ma­nen­ter Krieg, der sich zeit­wei­lig auf Paki­stan aus­dehnte und in der End­phase mit hun­der­ten täg­li­chen Droh­nen­an­grif­fen auf alles, was sich bewegte, geführt wurde. Schmäh­li­cher Abzug.
Ab 2001- Ope­ra­tion Endu­ring Free­dom im Sudan zur Siche­rung der See­wege.
März 2003- Ope­ra­tion Iraqi Free­dom; Koali­tion der Wil­li­gen, 3. Golf­krieg. Bis 2005 bleibt der Irak unter US.Verwaltung, bis 2011 mili­tä­risch besetzt. Bis heute noch Mili­tär­ba­sen vor­han­den- unlängst von Bau­ern beschos­sen.
März 2004- Sturz von Prä­si­dent Aris­tide in Haiti. Die USA stellt sich an die Spitze der UN- Ein­greif­truppe, betreibt eige­nen Stütz­punkt mit 200 GIs.
Eben­falls 2004 bekämpft die USA vor Soma­lia soge­nannte Pira­ten- und sichert ohne Man­dat die Fisch­fang­traw­ler der rei­chen Staa­ten.
2011- Lybi­en­krieg. Völ­ker­rechts­wid­ri­ger Angriff mit Luft­schlä­gen und Marsch­flug-kör­pern zur Besei­ti­gung Muammar al-Ghad­da­fis. Zer­schla­gung der staat­li­chen Ein­heit und För­de­rung des Dji­ha­dis­mus in der gesam­ten Region. Desta­bi­li­sie­rung bis heute.
2014–2015 folg­ten vier Mili­tär­in­ter­ven­tio­nen in Uganda, Libe­ria, dem nahen Osten und im Jemen. Begrün­dung: Kampf degen den isla­mi­schen Ter­ro­ris­mus oder Schutz vor Seu­chen­aus­brei­tung, oder schlicht huma­ni­täre Hilfe.
2017 und 2018 flo­gen die USA ille­gale Angriffe auf Ziele in Syrien im Rah­men des Syri­en­krie­ges, der im Prin­zip bis heute andau­ert.
Im Januar 2020 tötete die USA unter Prä­si­dent Trump mit einem Luft­schlag den ira­ni­schen Gene­ral Sol­ei­mani in Bag­dad.
2024- rechts­wid­rige Luft­schläge gegen die Ansa­rol­lah im Jemen, die aus Pro­test gegen den Völ­ker­mord der israe­li­schen Armee an den Paläs­ti­nen­sern die See­wege im Roten Meer für Waren­trans­porte von und nach Israel erfolg­reich blo­ckie­ren. Wenig spä­ter führ­ten die USA in Syrien und Nord­irak Ver­gel­tungs­an­griffe durch, da etli­che ihrer Basen ange­grif­fen und US-Sol­da­ten getö­tet wor­den waren. Haupt­ziel waren die ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gar­den.
18 Kriege seit Anno 2000.

Und natür­lich sollte man noch den Stell­ver­tre­ter­krieg in der Ukraine seit 2022 gegen Russ­land und die mas­sive Unter­stüt­zung des Völ­ker­mords in Gaza, sowie die völ­ker­rechts­wid­ri­gen Unter­stüt­zun­gen für kaum zu zäh­lende Umstürze, Put­sche und Farb­re­vo­lu­tio­nen auf der gan­zen Welt nicht vergessen.

Ab 1776 gaben sich die USA ein römi­sches Gepräge: Senat, Kapi­tol und klas­si­zis­ti­sche Bau­ten, kon­so­li­dier­ten sich mit Gewalt, ent­wi­ckel­ten einen Impe­ria­lis­mus, der welt­weit ihre Hege­mo­nie ein­for­dert, und von den Krie­gen um diese profitiert.

Der Rest ist Schwei­gen, geht, heißt die Kano­nen schie­ßen. Ham­let.
Wal­ter Steh­ling, CCAA


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