De Rude Pooz zum Köl­ner Kom­mu­nal­wahl­pro­gramm 2025

Faksimile: De Rude Pooz, Kopf.

But­ter statt Kano­nen!
Gerade in der Kommunalpolitik

Die August-Aus­gabe vun «De Rude Pooz»

• But­ter statt Kano­nen!
Ins­ge­samt sind 78 % mit der Arbeit der Stadt­ver­wal­tung nicht zufrie­den.
Was läuft denn falsch in Kön? Was soll­te der Rat, der am 14. Sep­tem­ber 2025 neu gewählt wird, anders ma­chen?
Die DKP Köln macht Vor­schlä­ge zum öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr, Anwoh­ner­par­ken, gegen U‑Bahn-Mam­mut-Pro­jekte, den Abriss und Neu­bau der Roden­kir­che­ner Brü­cke und viele wei­tere Problemfelder.

• Bezahl­bare Mie­ten! Gegen Zwangs­räu­mun­gen!
Über 10.000 Woh­nungen waren im Jahr 2024 geneh­migt, aber weni­ger als 2.000 wur­den auch gebaut.
Für Mit­ver­ur­sa­cher und Nutz­nie­ßer, wie Spe­ku­lan­ten kein Pro­blem, der Boden ist zwar nicht ver­mehr­bar, sein Wert aber um so mehr. Dank Kapi­ta­lis­mus, Markt und Pri­vat­ei­gen­tum an Grund und Boden.
Grund­ge­setz Arti­kel 15: «Grund und Boden kön­nen zum Zwe­cke der Ver­ge­sell­schaf­tung in Gemein­ei­gen­tum über­führt wer­den.«
Die­ses Recht haben wir. Wie kön­nen wir es durch­set­zen?
Wie sind Ver­drän­gung, Kün­di­gun­gen, Zwangs­räu­mun­gen usw. zu ver­hin­dern, Mie­ter­rechte zu erkämp­fen, gemein­nüt­zige Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten zu beför­dern und wie­der gesetz­lich zu verankern?

• Gesund­heit vor Pro­fit!
Von immer weni­ger Kran­ken­häu­sern sind immer mehr in pri­va­ter Hand. Die Zahl der­je­ni­gen, die sich sich vor allem auf beson­ders pro­fi­ta­b­le Behand­lun­gen wie Knie- und Hüft­ge­lenks­operationen beschrän­ken, hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­dop­pelt.
Kran­ken­haus­kon­zerne wie Helios oder As­klepios machen Mil­li­ar­den-Pro­fite.
Das gilt auch in Köln. Alle drei städ­ti­schen Kli­ni­ken sol­len in Mer­heim zen­tra­li­siert wer­den, die Kin­der­kli­nik in Riehl und die Kli­nik in Hol­wei­de sol­len geschlos­sen wer­den!. Es geht dabei um die Stei­ge­rung der öko­nomischen Effi­zi­enz, zu Las­ten ei­ner wohn­ort­na­hen medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung.
Es geht um die Unter­stüt­zung der Initia­tive „Erhalt von Kran­ken­haus Hol­weide und Kin­der­kli­nik Ams­ter­da­mer Straße“ sowie Soli­med Köln.

• Gute Bil­dung!
Trotz gesetz­li­chem Anspruch gibt es nur für unge­fähr die Hälfte aller unter Drei­jäh­ri­gen einen Kita-Platz, Jahr für Jahr gibt es für Hun­derte Köl­ner Schü­le­rIn­nen kei­nen Ge­­sam­t­­schul- oder wohn­ort­na­hen Grund­schul­platz und Stu­die­rende ver­zwei­feln nicht am Stu­dium, son­dern an Woh­nungs­su­che.
Der rie­sige Inves­ti­ti­ons­be­darf wird ange­gan­gen indem neue Pro­bleme geschaf­fen wer­den, «Public Pri­vate Part­ner­ship»: Nach­dem die Stadt die Inves­ti­tio­nen mit Zins und Zin­ses­zins abbe­zahlt hat, erhält sie die Immo­bi­lien zur Sanie­rung zurück.
Über­haupt trift die Bil­dungs­krise Men­schen mit gerin­gem Ein­kom­men be­sonders hart. Ob Pri­vat­schule, Nach­hil­fe­un­ter­richt oder das Kita-Essen, es führt bei Rei­chen viel­leicht zu Stirn­runzeln, bei Armen zum Hun­gern.
Auch fällt der Unter­richt an Schu­len in ärme­ren Veedeln deut­lich häu­fi­ger aus als in rei­che­ren.
Ein wesent­li­cher Fak­tor der bun­des­wei­ten Bil­dungs­krise, die auch vor Köln nicht halt­macht, sind die schlech­ten Arbeits­be­din­gun­gen an Kitas, Schu­len und Unis.
Was es braucht, ist kos­ten­lose Bil­dung für alle: von der Kita bis zum Uni­ab­schluss.
Bil­dung ist eine gesell­schaft­li­che Auf­gabe und gehört in öffent­li­che Hand.
Schließ­lich hat die Stadt sicher­zu­stellen, dass Bil­dungs­ein­rich­tun­gen Or­te des Ler­nens sind, das bedeu­tet: kein Wer­ben fürs Ster­ben – Bun­deswehr raus aus Schu­len und Unis!

• Kom­mu­nale Kul­tur­po­li­tik in Köln Für eine leben­dige All­tags­kul­tur für alle!
Die Teil­habe an Kul­tur und Bil­dung ist eng an den Kampf um die öffent­li­che Da­seinsvorsorge in den Kom­mu­nen ge­bun­den. Wer Museen gegen Bib­li­o­the­ken, Sport­plätze gegen Kon­zert­häu­ser aus­spielt, scha­det damit der kul­tu­rel­len Ent­wick­lung sei­ner Stadt.
Im Gegen­teil muss auch die Hoch­kultur den ein­fa­chen Men­schen zu­gäng­lich sein. Genauso, wie die städ­tischen Museen. – Gerade in der Krise.
Die DKP unter­stützt alle Kunst- und Kultur­schaffenden als Teil der Klasse der Werk­tätigen in ihren so­zialen Anliegen.

• Köl­ner Haus­halt
Geld für Woh­nen, Bil­dung und Sozia­les statt für Rüs­tung!
Die finan­zi­elle Lage der Stadt Köln ist ka­tastrophal. Der Schul­den­berg Kölns und der Kom­mu­nen im all­ge­mei­nen wird immer grö­ßer und ist auf der Grund­lage der gegen­wär­ti­gen Ge­set­zes­lage nicht mehr abzu­tra­gen. Die öf­fentlichen Auf­ga­ben wer­den sys­te­ma­tisch ver­nach­läs­sigt, die Infra­struk­tur liegt brach. Brü­cken, Stra­ßen, Schu­len und öffent­li­che Gebäude sind marode. Bi­blio­the­ken, Schwim­mbäder, Be­ra­tungs­stel­len und So­zial­einrichtungen wer­­den ge­schlos­sen. Öffent­li­che Räu­me und Flä­chen ver­öden und ver­schwin­den. Gesel­lig­keit und Kul­tur wer­­d­en zuneh­mend kom­mer­zi­ell organisiert.

Schul­den­schnitt statt Schul­den­bremse.
Schluss mit der Abwäl­zung der Kos­ten für Kri­sen­be­wäl­ti­gung und Auf­rüs­tung auf die Kom­mu­nen.
Geld für Woh­nen, Bil­dung und Sozia­les statt für Rüstung.

But­ter
   und
       Kano­nen -
das geht nicht!

wir freuen uns über Rück­mel­dun­gen, Kri­tik und Anre­gun­gen.
per Email an ed.nleok-pkd@dnatsrov


Stadt­teil-Zei­tung der DKP Köln-Innen­stadt zum Köl­ner Kommunalwahlprogramm