Ford-Ver­trau­ens­leute: «Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!»

Wir doku­men­tie­ren die Erklä­rung der Voll­ver­samm­lung der Ford-Ver­trau­ens­leute der IG Metall bei den Ford-Wer­ken in Köln am 24. Januar 2026:

„Nein zur Kriegs­wirt­schaft – Wir geben unsere Kin­der nicht für Kriege!“

Der IG Metall Ver­trau­ens­kör­per der Ford-Werke in Köln schaut mit gro­ßer Sorge auf die welt­weite Auf­rüs­tung und zuneh­men­den Kriege. In Deutsch­land wer­den bereits erste Werke zur Umstel­lung auf Rüs­tungs­pro­duk­tion gesucht. Wer uns damit Arbeits­plätze ver­spricht, ver­sucht auf üble Weise die Exis­tenz­ängste der Beleg­schaf­ten in der Auto­in­dus­trie aus­nut­zen. Auf­rüs­tung sichert nicht den Frie­den, son­dern berei­tet Kriege vor. Wenn die Regie­rung einen „Not­stand“ aus­ruft, wird das Streik­recht beschnit­ten, gibt es Arbeits­ver­pflich­tung und Anord­nun­gen zu extre­mer Arbeits­zeit­aus­deh­nung. Im „Kriegs­fall“ kommt laut „Arbeits­si­cher­stel­lungs­ge­setz“ (ASG) eine Zwangs­ver­pflich­tung unter Andro­hung von Gefäng­nis für soge­nannte Spe­zia­lis­ten aller Berufs­grup­pen hinzu. In den Schüt­zen­grä­ben der Welt ster­ben Men­schen wie du und ich nicht für höhere Werte, son­dern für die Inter­es­sen gro­ßer Kapi­tal­eig­ner. Die Rüs­tungs­in­dus­trie jubelt über explo­die­rende Gewinne. Die Wie­der­ak­ti­vie­rung der Wehr­pflicht ist in Vor­be­rei­tung, um künf­tig auch unsere Kin­der in Kriege zu schicken.

Diese Ent­wick­lung machen wir nicht mit!

Auf­rüs­tung und Kriegs­wirt­schaft sind gegen die Inter­es­sen der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen und unse­rer Fami­lien und wider­spre­chen unse­ren gewerk­schaft­li­chen Zie­len. Unter­strei­chen wir unsere Losung „Kampf um jeden Arbeits­platz!“ und set­zen wir uns aktiv für unser Ziel „Frie­den, Abrüs­tung und Völ­ker­ver­stän­di­gung“ ein (Sat­zung unter §2 „Auf­ga­ben und Ziele der IG Metall“).

Und wir rufen den IG Metall Vor­stand und alle Mit­glie­der auf: Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!“