Die DKP Gruppe Köln-Innenstadt lädt ein:
Montag, 27. April 2026, 19.30 Uhr – Gruppenabend. Thema: Preisstopp!
Halle Kartäuserwall 18 (Hinterhof), 50678 Köln

Kulturabend der DKP Köln-Innenstadt im April 2026
Montag, 20. April 2026, 19.30 Uhr
Halle Kartäuserwall 18 (Hinterhof), 50678 Köln
Literaturabend mit Peter Schmoele
Erwin Egon Kisch
Erwin Egon Kisch eigentlich Egon wurde am 29.4. 1885 in einer assimilierten jüdischen Familie als zweiter von fünf Söhnen in Prag in einer deutschsprachigen Familie geboren. Der Vater Hermann Kisch (Tuchhändler), literaturbegeistert, war mit Gustav Meyrink (Der Golem) befreundet. Schon in seiner Jugend schrieb Kisch unter dem Pseudonym Erwin Kisch für das Prager Tageblatt.
Früh befreundet mit Rilke, Max Brod, Franz Kafka und Jaroslaw Hasek (Abenteuer des braven Soldaten Soldaten Schwejk) 1907 reist Kisch nach Italien, Griechenland und die Türkei.
1913 deckt Kisch die Hintergründe für den Selbstmord des obersten Redl auf.
Zwischen 1914 und 1918 Soldat im ersten Weltkrieg immer im Kontakt mit kommunistischen/anarchistischen Gruppen immer in Konflikt mit Vorgesetzten besetzt er 1917⁄18 Zeitungsredaktionen und gründet die Rote Garde in Wien. 1921 zieht er nach Berlin wird 1925 Mitglied der KPD und besucht die Sowjetunion.
1933 wird Kisch wegen Hochverrat verhaftet und in den Kassematten von Spandau gefangen gesetzt, er wird nicht gefoltert und später freigelassen, weil der Präsident der Tschechoslowakei Thomas Massarek ihn schützt.
1934 fuhr Kisch nach Australien und sprang, nachdem ihn die Regierung nicht einreisen lassen wollte, aus sechs Meter Höhe vom Schiff, brach sich die Beine und musste durch den Protest der australischen Arbeiterbewegung aufgenommen und behandelt werden. Nach 1933 Freundschaft mit Joseph Roth, Irmgard Keun, Hermann Kesten und Heinrich Mann. Kisch nahm am Kongress der antifaschistischen Schriftsteller in Paris teil und besuchte im Bürgerkrieg in Spanien die Front- Abschnitte der Republikaner.
Ende 1939 floh er mit Hilfe des mexikanischen Botschafters nach Mexiko, hatte dann Kontakte mit Anna Seghers, Alexander Abusch, Ludwig Renn.
Im Februar 1946 verließ Kisch Mexiko, ließ sich in Prag nieder stirbt 1948 an einem Herzinfarkt.
Zahlreiche Reisen in vielen Ländern der Welt und seine humorvolle und witzigen Geschichten machten ihn zu einem beliebten Schriftsteller unter seinen Kollegen.
Peter Schmoele