Wei­ter so mit der Infla­tion? Unsere Löhne müs­sen steigen!

Die Ampel steht auf „Wei­ter so“! 

Es bleibt teuer in Deutsch­land. Der Wochen­ein­kauf, die Tank­fül­lung oder Neu­an­schaf­fun­gen. Laut Han­dels­blatt wird die Infla­tion auch für das Jahr 2023 durch­schnitt­lich bei 6% lie­gen. Das bedeu­tet, dass man­che Sachen sogar noch teu­rer gewor­den sind. So sind die Preise von Gemüse im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 8,4% gestie­gen, für Nah­rungs­mit­tel all­ge­mein um 7,5%. Auch die Heiz­kos­ten stei­gen wei­ter und wer­den die­sen Win­ter erneut viele Men­schen vor Pro­bleme stellen.

Die Maß­nah­men der Regie­rung gegen die Preis­stei­ge­run­gen hat­ten auf weite Teile der Bevöl­ke­rung fast kei­nen Effekt. Das 9 Euro Ticket wurde zum viel teu­re­ren 49 Euro Ticket. Ob es selbst das nächs­tes Jahr noch geben wird ist unklar, da der Staat auch hier wei­ter spa­ren will. Anfäng­li­che Maß­nah­men wie der Tan­kra­batt wan­der­ten bekannt­lich direkt in die Taschen der Kon­zerne. Außer ver­trös­ten­der Worte und Appelle – „man solle halt spar­sa­mer leben“ – sah die Regie­rung kei­ner­lei Handlungsbedarf.

Wäh­rend große Teile der Bevöl­ke­rung ver­arm­ten, konnte der Ener­gie­ver­sor­ger RWE sei­nen Gewinn um 3,6 Mil­li­ar­den Euro stei­gern. Der Köl­ner Han­dels­kon­zern REWE stei­gerte sei­nen Umsatz um 10%. 
Das ver­wun­dert nicht, irgendwo muss das Geld, was wir weni­ger in der Tasche haben, ja auch hin. Sinn­volle und wirk­same Maß­nah­men gegen die Infla­tion, die tat­säch­lich der Arbei­ter­klasse hel­fen wür­den, hat die Regie­rung nicht unter­stützt, obwohl es dazu ein­fa­che Mög­lich­kei­ten gab: Lohnerhöhungen.

Wenn die Preise stei­gen, müs­sen auch die Löhne stei­gen damit man nicht ärmer wird. So ein­fach ist das. Im letz­ten Jahr gab es die Tarif­runde der Metall und Elek­tro­bran­che, die­ses Jahr war der öffent­li­che Dienst dran, sowie die Eisen­bah­ner. Auch bei den aktu­el­len Tarif­ver­hand­lun­gen der Län­der, in denen es unter ande­rem um die Löhne der Kran­ken­pfle­ger der Uni­kli­ni­ken geht, sitzt die Poli­tik direkt mit am Ver­hand­lungs­tisch. Aber genau wie bei dem Thema Kin­der­geld kommt hier vor allem eins von der Poli­tik: spa­ren, spa­ren, sparen.

Die Preis­er­hö­hun­gen wer­den uns Arbeiter:innen ein­fach dik­tiert, aber jede Lohn­er­hö­hung, wel­che ihren Namen ver­dient, muss müh­sam erstreikt wer­den! Das bedeu­tet, dass wir eine Ver­bes­se­rung der Lebens­be­din­gun­gen nur errei­chen, wenn wir sie uns selbst erkämp­fen. Dafür müs­sen wir uns zusam­men­schlie­ßen und orga­ni­sie­ren: in der Gewerk­schaft, aber auch poli­tisch wie in der DKP.