Angriff auf den Spre­cher der PTB/PVDA in Lüt­tich am 1.Mai

Köl­ner Genos­sIn­nen in Belgien

Am 1.Mai in Liège (Bel­gien) wurde wie­der zahl­reich der 1.Mai gefei­ert. Über 800 Men­schen kamen am Vor­mit­tag auf den Place St. Paul und war­te­ten auf die Rede von Raoul Hede­bow (PTB/PVDA). Die Ver­zö­ge­rung sprach sich schnell herum : Raoul wurde von einem Mann zwi­schen 40 und 50 Jah­ren mit einem Küchen­mes­ser ange­grif­fen. Der Angriff kam von hin­ten in den Ober­schen­kel. Glück­li­cher­weise wurde er nur leicht ver­letzt. « Er hatte Glück » sag­ten die Ärzte im Kran­ken­haus, die ihn nach sei­ner Rede ver­sorg­ten. Raoul Hede­bouw hat Anzeige erstat­tet, die genauen Beweg­gründe des Angrei­fers kann man bis­lang nur vermuten.

« Die­ser feige Angriff hat uns gründ­lich scho­ckiert. » äußerte sich Peter Mer­tens, Vor­sit­zen­der der PTB/PPVDA, der sogleich hun­derte von Soli­da­ri­täts­bei­trä­gen aus dem gan­zen Land und aus dem Aus­land wei­ter­lei­tete. «  Wir den­ken an dich hier in Ant­wer­pen und im gan­zen Land ! Und wir machen wei­ter ! »
Ein halbe Stunde nach dem Angriff wandte sich Raoul Hede­bouw an seine Zuhö­rer : «  Ich habe einen Mes­ser­stich ins Bein bekom­men, und nach die­ser Rede werde ich ins Krankan­haus gehen. Aber ich ver­si­chere euch, mir geht es gut. So schnell bringt man uns nicht zum Schwei­gen !» Er bedankte sich bei allen, die ihm ihre Soli­da­ri­tät zum Aus­druck gebracht haben. »
In sei­ner Rede begrüßte R.Hedebouw das Ent­ste­hen einer neuen Lin­ken in ganz Europa. « Wir akzep­tie­ren nicht mehr die Arro­ganz der Libe­ra­len, die dau­ernd wie­der­ho­len, dass es keine Alter­na­tive zu ihren libe­ra­len Ideen gibt. » Um zu gewin­nen, brau­chen wir die Ein­heit der Völ­ker und der ver­ei­nig­ten Lohn­ab­hän­gi­gen. Orga­ni­siert euch und nehmt euer Schick­sal in die Hände », rief er sei­nen Zuhö­rern zu. Er been­dete seine Rede mit den Wor­ten : « Wenn wir nicht leben, wie wir den­ken, wer­den wir anfan­gen zu den­ken, wie wir leben. »
Die DKP Köln wünscht Raoul Hede­bouw eine rasche Gene­sung und ent­sen­det ihre soli­da­ri­schen Grüße an alle Genos­sin­nen und Genos­sen der PTB Liège .

Chris­tine Rei­ni­cke (DKP Köln / PTB Liège)