Kul­tur­abend der DKP Köln-Innenstadt

Kunst der Oktoberrevolution

Kasi­mir Male­witsch (1879–1935) Zwei Selbstporträts

 

Wäh­rend des ers­ten Jahr­zehnts benö­tigte die Sowjet­union, ein jun­ger revo­lu­tio­nä­rer Staat, seine eigene visu­elle Spra­che. Aus die­ser Dyna­mik ent­stand eine neue künst­le­ri­sche Bewe­gung, die als Kon­struk­ti­vis­mus bezeich­net wurde.

Pla­kate, Zeit­schrif­ten und Buch­co­ver wur­den zum Haupt­pro­pa­ganda-Instru­ment der neuen poli­ti­schen Füh­rung. Kon­struk­ti­vis­ti­sche Künst­ler erklär­ten das Ende der tra­di­tio­nel­len Kunst und ver­kün­de­ten den Beginn einer neuen Ära.
Soziale, poli­ti­sche Ver­än­de­run­gen gescha­hen par­al­lel zu ästhe­ti­schen Ver­än­de­run­gen in der Kunst­szene bis in die 1930er Jahre. Das Ziel der kon­struk­ti­vis­ti­schen Revo­lu­tion war es, die Rolle des Künst­lers zu ver­än­dern und ihn zu einem Schöp­fer des Neuen zu machen, zu einem Kon­struk­teur von neuen Din­gen in einer mate­ria­lis­ti­schen Welt. Die Sowjet­bür­ger wur­den mit mini­ma­lis­ti­schen Möbel­pro­jek­ten, Haus­halts­wa­ren und Klei­der konfrontiert.Grafikdesign wurde der Bereich, in dem Desi­gner ihre inno­va­ti­ven Ideen anwen­den konn­ten, ins­be­son­dere für Buch­co­ver, Zeit­schrif­ten und Pla­kate. Beson­ders im Bereich des Gra­fik-Designs konn­ten die kon­struk­ti­vis­ti­schen Künst­lern ihre Zeit reflek­tie­ren und ihrem eige­nen Anspruch gerecht wer­den. Diese Art von Kunst wurde die Haupt­spra­che der Künst­ler, die davon träum­ten, die mate­ri­elle Welt zu erobern.

Diens­tag, den 24.10.2017, 19.30 Uhr Frei­den­ker­zen­trum, Bay­en­straße 11, 50670 Köln

Für Essen und Getränke ist gesorgt.
Spen­den sind will­kom­men.
Wolf­gang