Mehr Geld, mehr Zeit!

Warn­streik bei Ford-Köln

23. Januar 2018. Mitt­ler­weile sum­miert sich die Zahl der an Warn­streiks der IG Metall Betei­lig­ten auf mehr als 100 000 in NRW. In Köln allein waren es heute 9750. Knut Gies­ler, IG Metall-Bezirks­lei­ter von NRW und Ver­hand­lungs­füh­rer, sagte auf der Kund­ge­bung bei Ford: „Eine so große Betei­li­gung gab es hier in NRW seit Jah­ren nicht.“ Die Mit­glie­der­zu­wächse, allein 1500 in den ers­ten drei Wochen des Jah­res, beleg­ten, dass die Men­schen in der Metall- und Elek­tro­bran­che hin­ter den For­de­run­gen der IG Metall ste­hen und ein gutes Ergeb­nis erwar­te­ten. Gut sei ein Ergeb­nis ers­tens, wenn die Ent­gelt­er­hö­hung ordent­lich aus­falle. Gefor­dert sind 6% ab 1. Januar 2018. Zwei­tens soll­ten die Beschäf­tig­ten für einen begrenz­ten Zeit­raum ihre Arbeits­zeit auf 28 Stun­den redu­zie­ren kön­nen – mit einem Rück­kehr­recht in Voll­zeit. Und drit­tens sei ein Zuschuss vom Arbeit­ge­ber fäl­lig, wenn Kin­der oder Pflege von Ange­hö­ri­gen eine Arbeits­zeit­min­de­rung nötig wird, ebenso wie bei belas­ten­den Arbeits­zei­ten.
„Diese drei Ele­mente gehö­ren in einen Tarif­ab­schluss. Sonst ste­hen ab der nächs­ten Woche die Anla­gen und Bän­der in den Betrie­ben für 24 Stun­den oder län­ger still“, sagte Giesler.

Streik-Info der DKP

 

 Text und Fotos: Klaus Stein