»Keupstraße ist überall«
Am 9. Juni jährt sich der Nagelbombenanschlag der NSU zum zehnten Mal Kutlu Yurtseven von Microphone Mafia wohnt in der Keupstraße in Köln-Mülheim. Er sagt: »Nur auf Grund der Tatsache, dass man nicht Ursprungsdeutscher ist, wird man zum Opfer und gerät ins Visier. Und daran kann man nichts ändern. Das heißt: ich bin potentielles Opfer in der Zukunft. Darauf zielt der Terrorismus hin: Ungewissheit, Angst, Ohnmacht und nichts an dieser Situation ändern zu können. Es kann immer wieder passieren. Sie sagen: Verschwindet hier. Das war der Plan der NSU. Mit Terror will man Angst schüren. Dazu kommt die Angst, dass man nachher als Schuldiger dasteht.« Zum Angstherd sollte die Keupstraße werden.
