Pressemitteilung der Initiative «Recht auf Stadt» Köln

Mietersorgen in kirchlichen Mietwohnungen
Kardinal Woelki kümmert sich um Mieterprobleme

«Kardinal Woelkis Portrait mit nebenstehendem Zitat, sinngemäß: «Wie soll denn ein Gemeinwesen funktionieren, wenn sich Durchschnittsverdiener ‹Wohnen› nicht mehr leisten können?».

24. Dezember 2018, Heiligabend, 12.00 Uhr: Kalle Gerigk und Freunde der Gruppe «Recht auf Stadt» werfen einen Brief in den Briefkasten in der Kardinal-Frings-Str. 10, dem Amtssitz von Kardinal Woelki. Sie bitten darin um ein Gespräch.

Es geht um drängende soziale Probleme, die im Zusammenhang mit der Verwaltung von Wohnungen stehen.

Die Wohnungen gehören der DEWOG und der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (ASW), für die das Erzbistum Verantwortung trägt.


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Briefeinwurf in der Kardinal-Frings-Straße 10 und Zitat von Kardinal Woelki. (weitere Fotos)


Heiligabend 2018: Kalle Gerigk und Freunde von «Recht auf Stadt» werfen einen Brief bei Kardinal Woelki ein

persönliche Zustellung
Rainer Maria Kardinal Woelki
Kardinal-Frings-Straße 10
50667 Köln

Die Freunde von «Recht auf Stadt» werfen Heiligabend einen Brief bei Kardinal Woelki ein.

Euer Eminenz!

Im vergangenen Oktober haben wir – Recht auf Stadt Köln - uns bemüht, durch eine Kundgebung in der Kölner Mevissenstraße Ihre Aufmerksamkeit auf soziale Probleme zu lenken, die im Zusammenhang mit der Verwaltung von Wohnungen stehen. Es sind Wohnungen der DEWOG und der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH (ASW), für die Ihr Erzbistum die Verantwortung trägt.

Wir bitten um ein Gespräch. Es handelt sich vor allem um zwei Anliegen:


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Foto: «Recht auf Stadt»


Briefeinwurf in der Kardinal-Frings-Straße 10 (weitere Fotos)


Gegen Braunkohleverstromung

Kundgebung am Rheinufer. 

Klimademo in Köln

1. Dezember 2018. 20.000 Menschen in Köln plus 16.000 in Berlin demonstrierten gegen die Braunkohleverstromung. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis von Umweltschutzverbänden, Parteien, Jugendorganisationen und kirchlichen Gruppen. Sie fordern einen schnellen und sozialverträglichen Kohleausstieg und kritisieren, dass den Interessen der Kohlelobby Vorrang vor dem Klimaschutz eingeräumt wird. Dringlich sei eine wesentliche Senkung des Ausstoßes von Treibhausgas, um ein globales Klima-Desaster mit ständigen Wetterextremen noch zu verhindern.

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«KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation»

Ausstellungsbild: «Kölner Initiative gegen Berufsverbote. Dokumentation», Gruppenfoto, Kinder und Eltern vor Dom und Gereonskirche.

Köln 1968

«Dieses Gesetz kann innenpolitisch mißbraucht werden, es lädt geradezu dazu ein, jede aufflackernde außerparlamentarische Kritik, jede politische Bewegtheit außerhalb des Parlaments unter den Begriff ‹drohende Gefahr› einzuordnen.»

Heinrich Böll, Rede bei der Kundgebung gegen die Notstandsgesetze
im Bonner Hofgarten, 11. Mai 1968

Das Kölner Stadtmuseum ist ramponiert. Ein Wasserschaden wird als Grund für die Schließung des Zeughauses angegeben. Daneben, in der klassizistischen Alten Wache, zeigt das Museum eine umfangreiche Ausstellung über die Ereignisse in der Stadt rund um das Jahr 1968.

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Spekulation mit Wohnraum beenden! Aktion vom 18.10.2018

Solidarität mit Berliner Hausbesetzern

Demonstrationsteilnehmer halten ihr Transparent. «Roswitha bleibt!», «Die Kündigung muß weg!».

18. Oktober 2018. Roswitha Müller, 65, wohnt in der Stegerwaldsiedlung. Baumaßnahmen führten zur Ankündigung von Mieterhöhungen, zunächst aber schon mal zu Lärm, Staub und Dreck. Roswitha wehrt sich dagegen. Sie kürzte auf Empfehlung des Mietervereins die Miete. Die DEWOG kündigte ihr daraufhin fristlos den Mietvertrag. Die Kündigung wurde vom Amtsgericht im Dezember bestätigt. Das Urteil des Landgerichts, vor dem die Berufung Ende September verhandelt worden ist, wird für den 15. November erwartet. Unterstützt wird Roswitha Müller von Nachbarn und dem Solidaritätsnetzwerk Köln. Sie wollen die Rücknahme der Kündigung. Roswitha soll bleiben.

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Stellungnahme des Kreisvorstands Köln zum Entwurf des neuen NRW-Polizeigesetzes

Der Verdächtige ist schuldig
Das Polizeigesetz überdehnt den Terrorismusbegriff in Erdogansche Dimensionen

Zwei handgemalte Schilder. «Braunkohle killt das Klima, Laschet findet's prima», «Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht».

Die sehr weite Fassung dessen, was alles terroristisch sein soll, macht deutlich, dass das Polizeigesetz die gegenwärtige Eigentumsordnung der Republik betonieren soll und sich auf diese Weise beiläufig gegen das Grundgesetz, namentlich gegen den Allgemeinwohlvorbehalt des Eigentums (Artikel 14), die Möglichkeit der Sozialisierung (Artikel 15) sowie allemal gegen die Landesverfassung richtet. So können Streiks oder Aktionen zivilen Ungehorsams nicht nur einfach zu kriminellen, sondern sogar zu terroristischen Aktionen juristisch umgedeutet werden, ohne dass Rechtsmittel dagegen eingelegt werden können. Das ist keine Kleinigkeit, sondern muss alarmieren, leider tauchte dieser Aspekt in bisherigen Stellungnahmen noch nicht auf.

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Wie akut ist die faschistische Gefahr?

 Europakarte Entwicklung der NATO.

Zum Zusammenhang von ökonomischer Krise, Kriegsvorbereitung und Faschismus


«782 Milliarden Dollar sind eine Menge Geld. In dieser Größenordnung befindet sich beispielsweise die Jahreswirtschaftsleistung der Türkei. Ungefähr so hoch wird auch das Haushaltsdefizit der Vereinigten Staaten im gerade zu Ende gegangenen Haushaltsjahr geworden sein, Stichtag ist der 30. September. Das sei der zentrale Grund, aus dem heraus die größte Volkswirtschaft der Welt derzeit sogar noch etwas schneller wächst als in den vergangenen Jahren und auch die amerikanische Arbeitslosigkeit weiter zurückgeht. Ökonomen wundert das nicht: Sie wissen, dass durch Schulden finanzierte höhere Staatsausgaben oder Steuersenkungen die Konjunktur befeuern, zumindest kurzfristig.»

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Mietpreisbremse, Sozialer Wohnungsbau und Wohngeld erreichen ihre Ziele nicht

Abgelegter Schutzhelm «Recht auf Stadt», darunter Plakat «Mieten-Wahnsinn stoppen! Bezahlbare gute Wohnungen für alle!».

 

Studie der Hans-Böckler-Stiftung

 

25. 09. 2018 | Im Auftrag der Hans-Böcker-Stiftung haben Dr. Andrej Holm, Stephan Junker und Kevin Neitzel anhand von detaillierten Mikrozensus-Daten für alle 77 deutschen Großstädte untersucht, wie die Mietpreisbremse, Sozialer Wohnungsbau und Wohngeld wirken. Offenkundig erreichen sie die gesetzen Ziele nicht. In den zehn größten deutschen Städten, in denen die Wohnungsnot besonders ausgeprägt ist, würde es beim gegenwärtigen Förderumfang 185 Jahre dauern, um die aktuelle Lücke an günstigem Wohnungen zu schließen.

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